Bildhonorare 2018 – Nutzungsrechte in der Übersicht

Von Fotografen höre ich immer wieder, die Kunden würden sowieso alle Rechte am Bildmaterial verlangen. Ist das so? Oder ist es nicht oft Bequemlichkeit auf Seiten des Bildautors, alle Nutzungsrechte zur Disposition zu stellen? Da wurden von der eigenen Branche über Jahrzehnte Privilegien erkämpft, die heute oft ohne Not preisgegeben werden. Dann soll man sich über den Niedergang der Honorare bitte nicht wundern!

Die Sache mit den Nutzungsrechten ist – keine Frage – ein Auslaufmodell. Aber noch gibt es eben fotografische Bereiche und Aufgabenstellungen, in denen das Wissen über das, was man als Bildautor an Rechtenutzung aufschlagen kann, wirklich nützlich ist. Und wenn es das Wissen ist, wie viel für die ungefragte Verwendung von eigenem Bildmaterial eingeklagt werden kann. Die nachfolgend vorgestellte Publikation enthält nicht zufällig Werbeanzeigen von auf Copyright spezialisierten Rechtsanwälten.

Bildhonorare – Übersicht der marktüblichen Vergütungen für Bildnutzungsrechte

Die Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing, kurz mfm, gibt eine neue Ausgabe ihrer bekannten Publikation Bildhonorare – Übersicht der marktüblichen Vergütungen für Bildnutzungsrechte heraus. Das Tabellenwerk wurde in Zusammenarbeit mit den großen deutschen Fotoverbänden komplett überarbeitet und an die neuen Entwicklungen in der Bildvermarktung angepasst. Die fortschreitende Verschiebung des Marktes von Print- zu vielfältigen Online-Bildnutzungen spiegelt sich in der neuen Ausgabe der Bildhonorare wider. Crossmediale Nutzungen und neue Anforderungen an Bildverwendungen prägen die aktuelle Darstellungsform der mfm-Publikation.

mfm Bildhonorare Seiten 44-45

Mit ihrem übersichtlichen Layout inklusive Medienverzeichnis ist die Broschüre ein unerlässliches Standardwerk für Bildagenturen, Fotografen, Kanzleien für Urheber- und Medienrecht bzw. alle, die Bildhonorare kalkulieren müssen.

Die neue Ausgabe 2018 erscheint sowohl in der gedruckten Version als auch im ePaper-Format für mobile Endgeräte. Unter bvpa.org/shop können die Bildhonorare 2018 ab sofort im Print-Paket zum Preis von 34,80 EURO zzgl. Versand bestellt werden. Für mobile iOS- und Android-Geräte gibt es das Digital-Paket für 27,80 EURO. Einzeln gibt es das ePaper der Bildhonorare 2018 über die App Stores iTunes oder Google play. Der Kauf erfolgt über den App-Kiosk „PICTA & MFM“.

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Zu diesem Thema siehe auch:  Fotos sind nicht umsonst

1 Kommentare

  1. „Und wenn es das Wissen ist, wie viel für die ungefragte Verwendung von eigenem Bildmaterial eingeklagt werden kann.“

    Ja, die MFM zählt noch was vor Gericht,* aber man muß heute bei einer Urheberrechtsverletzung schon gerichtsfest nachweisen, daß man auch im normalen Geschäft die Preise der MFM-Liste aufruft und auch erzielt. Ich habe da vor Gericht schon Rechnungen und Kontoauszüge vorlegen müssen.

    Dann ist die MFM-Liste aber enorm hilfreich, weil man damit dann nämlich von den Nutzungsarten, die man sonst so tagtäglich hat zu Preisen für das was ein Rechteverletzer gemacht hat kommt, ohne da groß diskutieren zu müssen, daß von den Preisen für a nicht auf die Preise für b schließen könne usw.

    Das haben wir übrigens den Abzockern zu verdanken, die ihre Bilder für Centbeträge im Mikrostock an den unbedarften Endkunden gebracht und dann wegen angeblich falscher oder fehlender Urhebernennung einen 100% Aufschlag auf das MFM-Honorar oder gleich einen vierstelligen Phantasiepreis eingeklagt haben.

    *Damit sie ihren Rest an Wirkungsmacht behält ist es meiner Meinung nach übrigens unbedingt wichtig, daß wir die weiterhin alle kaufen, damit sie weiter in gedruckter Form erscheint, denn das ist das, was sie von irgendwelchen Tariflisten auf der Website einer Mikrostockagentur abhebt.

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