Kategorie: Im Fokus

Aktuelle Bücher, Ausstellungen, Festivals

Fotoarbeiten ausgewählt für „Das imaginäre Museum“

Für Frankfurt am Main ist die noch recht neue Dependance des Museum für Moderne Kunst im Taunusturm eine echte Bereicherung. Der Taunusturm befindet sich zentral gelegen im Bankenviertel an der neu gestalteten grünen Taunusanlage. Auf rund 2.000 Quadratmetern Grundfläche erstrecken sich die großzügige Ausstellungsfläche im zweiten Obergeschoss sowie ein Museumsshop und ein Café im Erdgeschoss. Seit 23. März wird dort bis zum 4. September 2016 die Ausstellung „Das imaginäre Museum – Werke aus dem Centre Pompidou, der Tate und dem MMK Museum für Moderne Kunst“ gezeigt.

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Robert Flilliou: The Frozen Exhibition, 1972. © Marianne Filliou © Centre Pompidou, Foto: Axel Schneider. Der Künstler hat Fotos seiner Ausstellung von 1962 eingefroren und zehn Jahre später wieder aufgetaut. Der Bowler aus Pappe ist wirklich sehr gelungen!

Den konzeptuellen Ausgangspunkt für diese einzigartige internationale Museumskooperation bildet eine Zukunftsvision für das Jahr 2052. Die Museen sind von der Auslöschung bedroht und die Kunst verschwindet aus der Gesellschaft. Über 80 Hauptwerke aus den drei europäischen Sammlungen werden unter diesem Science-Fiction-Szenario zu einem transnationalen Museum auf Zeit vereint. Gezeigt werden Werke von bedeutenden künstlerischen Positionen aus den 1920er-Jahren bis in die Gegenwart, wie Louise Bourgeois, Marcel Duchamp, Isa Genzken, On Kawara, Claes Oldenburg, Sigmar Polke, Bridget Riley, Andy Warhol und vielen mehr.

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Photokina und Photoindustrie-Verband mit neuem Auftritt

Keyvisual photokina 2016

Keyvisual photokina 2016: Mann mit Tablet vorm Kopf

photokina 2016: Imaging unlimited – neues Konzept, neue Kampagne

[Presseinformation] Gut acht Monate vor der photokina, der internationalen Leitmesse für die gesamte Foto-, Video- und Imagingbranche, präsentieren die Veranstalter ein neues Konzept sowie eine neue Kampagne für die Messe. Unter dem Claim ‚Imaging unlimited‘ soll sich die photokina weiter zu einem Content- und lösungsorientierten Event entwickeln. „Die photokina steht für die unbegrenzten Möglichkeiten des Imaging. Durch Smartphones und Tablets ergeben sich neue, bildbegeisterte Zielgruppen, die wir mit dem Konzept erreichen wollen“, so Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse GmbH. Der Photoindustrie-Verband e.V., Mitveranstalter der photokina, zeigt sich ebenso überzeugt. „Mit der Neuausrichtung und ihrer Fokussierung auf Zukunftsthemen und strategische Wachstumsfelder der Branche, haben wir die Weichen für den Ausbau und die Stärkung der photokina als internationale Leitmesse gestellt“, so Christian Müller-Rieker, Geschäftsführer des Verbandes.

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Kommerzielle Bildtrends 2016

[Presseinformation] Scott Braut, Head of Content bei Fotolia und Adobe Stock, analysierte auf Basis der Keyword-Suchanfragen, Downloads und Datei-Uploads, welche Visuals in diesem Jahr besonders angesagt sein werden. Herausgekommen sind die sieben Bildtrends für 2016:

Color shot of a young woman looking through a cardboard, a device with which one can experience virtual reality on a mobile phone.

Color shot of a young woman looking through a cardboard, a device with which one can experience virtual reality on a mobile phone.

Trend 1: Technik wird cool

Vorbei die Zeiten, in denen der Technik und technikaffinen Charakteren ein Nerd-Image anhing; mit der zunehmenden Alltagsdurchdringung der Technik und popkulturellen Gadgets wie Virtual Reality-Brillen und Hoverboards wird die gesamte Branche immer hipper und gefragter – auch bei jungen Arbeitnehmern. Die Folge: Lifestylige Technik-Bilder sind gefragt wie nie!

Teamwork. Three young architects working on a project

Teamwork. Three young architects working on a project.

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Jessica Fulford-Dobson: Skate Girls of Kabul

Copyright © 2015 Skate Girls Of Kabul by Jessica Fulford-Dobson

Copyright © 2015 Skate Girls Of Kabul by Jessica Fulford-Dobson

Am 4. Dezember 2015 wird bei Pavlovs Dog, einer Galerie in Berlin, eine Ausstellung über ein wirklich großartiges Fotoprojekt eröffnet. Inzwischen mehrfach mit Preisen bedacht, zeigt die Initiative der Londoner Porträtfotografin Jessica Fulford-Dobson einmal mehr, dass sich der Einsatz für ein originelles persönliches Projekt lohnt: großartige Bilder, viel internationale Aufmerksamkeit. In der Pressemitteilung der Galerie heißt es: Weiterlesen

Actionfoto-Wettbewerb Red Bull Illume

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Am 1. Dezember 2015 beginnt die Einreichungsphase des weltweit größten Wettbewerbes für Action- und Adventure-Sportfotografie, des Red Bull Illume Image Quest 2016. Neu ist die „Mobile“ Kategorie.
Seit der ersten Ausgabe 2007 hat Red Bull Illume sowohl eine Vielzahl der bekanntesten Namen aus der Fotografieszene, als auch zuvor unentdeckte Talente angezogen. Bis zum Ende der Einreichungsphase am 31. März 2016 können auf redbullillume.com Bilder in elf Kategorien eingereicht werden: Close Up, Energy, Enhance, Lifestyle, Masterpiece by Yodobashi, New Creativity, Playground, Sequence by Sony, Spirit, Wings und der Neuzugang – Mobile. 55 Finalisten-Bilder, elf Kategoriegewinner sowie ein Gesamtsieger werden von einer Expertenjury aus 50 Juroren – Fotoredakteure von namhaften internationalen Publikationen – bestimmt.
Die Mühen der Fotografen werden belohnt – der Gesamtsieger erhält einen Yodobashi Gutschein im Wert von € 40.000 als Hauptpreis. Dieser kann für Produkte aus Yodobashi’s gigantischer Auswahl eingetauscht werden. Elektronik-Gigant Sony, der jüngst als Red Bull Illume Partner hinzugekommen ist, vergibt zusätzlich Preise im Wert von über € 60.000. So erhalten die Gewinner beispielsweise Kameras wie die Sony ILCE-A7RII oder die Sony DSC-RX1RII mit verschiedenen Objektiven und Zubehör. Die Finalisten-Bilder werden im Herbst 2016 bei einer großen Red Bull Illume Winner Award Ceremony enthüllt und touren anschließend im Rahmen einer einzigartigen Nachtausstellung durch die Hauptstädte und Metropolen dieser Welt.
Von 1 . Dezember 2015 bis 31. März 2016 können Bilder eingereicht werden. Weitere Details zu Regeln, Kategorien und Einreichungskriterien, sowie Bildergalerien der vorangegangen Wettbewerbe, finden sich auf redbullillume.com.

James Turrell: Crater Dusk Installation

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Die neue LED-Beleuchtung der Fensterfront im Kronenhochhaus der DZ Bank Frankfurt, im Vordergrund die so genannte Wet Bar. Foto: Altan Eskin

Im „Kronenhochhaus“ der DZ Bank in Frankfurt am Main wurde die Lichtinstallation „Crater Dusk“ des US-amerikanischen Künstlers James Turrell modernisiert, die er 1998 exklusiv für die Sky Lobby angefertigt hatte. „Crater Dusk“ ist die erste mehrteilige Lichtinstallation des Künstlers. Sie besteht aus vier Elementen im Raum, die im ständigen Lichtwechsel zueinander in Beziehung stehen: das Panoramafenster, die beleuchteten Türen, die Wet Bar und die Back Bar. Die LED-Technologie zeichnet das Licht heute schärfer als 1998 in den Raum und hebt die Konturen des Panoramafensters deutlicher hervor, weil das Licht selbst nicht mehr in den Glasscheiben reflektiert wird. Der Rahmen für den Ausblick über Frankfurt wird nun stärker akzentuiert. In den Türen, in der Wet Bar und Back Bar strahlen dagegen Neonlichter in den Raum und lassen die Konturen der Wände verschwinden. Der Raum beginnt sich aufzulösen. Weiterlesen

Buchmesse 2015: Steidl war nicht da

Das gab es noch nie: Der Besuch am ersten Messetag musste wegen des Schneechaos in Hessen bei mir leider ausfallen! Auch sonst war vieles anders, was nicht nur am neuen Messekonzept lag. Ein Schwerpunkt für „Self Publisher“ ist definitiv etwas Neues, das dem Trend weg von den klassischen Verlagen hin zu Eigenproduktionen Rechnung trägt. So konnte man erfahren, dass immer mehr Bücher produziert werden, aber der Umsatz insgesamt nicht steigt. Mit anderen Worten: Der Markt ist ziemlich überschwemmt und unübersichtlich geworden. Ob da ein Besuch auf der Messe hilft? Der Wirbel ums E-Book, in den letzten Jahren ein dominantes Messethema, ist jedenfalls vorbei. Nach rasanten Wachstumsraten stagniert nun der E-Book-Markt auf relativ niedrigem Niveau.

1. Kapitel: Die Veranstaltungen nehmen zu

An den Fachbesuchertagen gibt es vermehrt interessante Vorträge, die leider meist zwischen 10 und 13 Uhr stattfinden, so dass man gut planen muss und vieles verpasst, weil es gleichzeitig stattfindet. Traditionell sind die typischen Gespräche mit Autoren am Stand, um die sich mit wachsender Prominenz der Hörerkreis so weit vergrößert, dass in den Hallengängen kein Durchkommen mehr ist. Weiterlesen

„Erfolg als Fotograf“ aktualisierte Ausgabe

Wie Sie Ihr Können optimal präsentieren, steht in dem bewährten Ratgeber „Erfolg als Fotograf“, der in Kürze in einer vollständig überarbeiteten Ausgabe erscheint. Von einigen schon sehnsüchtig erwartet (und in der Zwischenzeit zu hohen Preisen gehandelt), konnte ich den Titel nicht, wie schon angekündigt, im Mai neu auflegen. Aufgrund von Vorträgen, Workshops und Beratungen gab es fürs Aktualisieren und Überarbeiten unversehens nach dem Frühjahr in eine längere Zwangspause. Aber nun ist es in der Druckerei! Damit es ganz deutlich wird, dass diese dritte Auflage durchgängig überarbeitet wurde, bekommt sie nicht nur eine neue ISBN, sondern das Umschlagleinen auch eine etwas andere Farbe: statt grau wird es nun rauchblau. Und wie das mit schönen Materialien manchmal der Fall ist, müssen wir auf das Leinen ein wenig warten. Aber am 22. September 2015 soll das fertige Buch ausgeliefert werden. Vorbestellen können Sie es gerne ab sofort. Freuen Sie sich auf praktische Ratschläge und konkrete Textvorschläge für die schriftliche Kommunikation mit Ihren Kunden. Weiterlesen

Jetzt bewerben: Circulation(s) Paris

circulations2016Das Festival Circulation(s) bietet alljährlich eine Rundschau des fotografischen Schaffens in Europa. Aufbauend auf einem grossen internationalen Netzwerk, werden junge Talente entdeckt und gefördert. Als Sprungbrett und Talentschmiede für das aktuelle künstlerische Schaffen hat das Festival einen einmaligen Platz in der französischen und europäischen Fotografie-Landschaft. Das Festivalprogramm setzt sich aus der Juryauswahl des international Wettbewerbs, einer eingeladenen Schule oder Galerie und der Carte Blanche dem/der Festivalpate/Festivalpatin zusammen.
Während des Festivals, das rund 40 europäische Fotografen zusammen bringt, werden verschiedene Veranstaltungen (Parcours für Kinder, geführte Besichtigungen, Projektionen, …) und Workshops (Portfolio Reviews,…) für junge Fotografen und die breite Öffentlichkeit angeboten. Das Festival Circulation(s) 2016 findet vom 26. März bis zum 26. Juni 2016 im Kulturzentrum CENTQUATRE in Paris statt. Die Ausgabe 2015 war mit rund 47’000 Besuchern ein riesen Erfolg.

Der Aufruf richtet sich an alle europäischen oder in Europa wohnhaften Fotografen, die am Anfang ihrer schöpferischen Karriere stehen. Das Thema ist frei wählbar. Am Ende des Wettbewerbs werden rund 20 ausgewählte Künstler ein Panorama der neuen europäischen Fotografie-Generation repräsentieren und auf dem Festival ausgestellt.

Einsendeschluß ist der 10. September 2015.
Weitere Informationen: www.festival-circulations.com
Das Festival wird vom Verein Fetart organisiert: www.fetart.org
CENTQUATRE Paris : www.104.fr

Conflict, Time, Photography-Ausstellung in Essen

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Eine Bildgeschichte des Krieges

„Conflict, Time, Photography“ (10. April – 5. Juli 2015) präsentiert die vielfältigen Formen der bildnerischen Auseinandersetzung mit kriegerischen Konflikten im Medium der Fotografie. Fotografen und Künstler wie Don McCullin, Pierre Antony-Thouret, Simon Norfolk, Stephen Shore, Michael Schmidt oder Taryn Simon zeigen Kriegshandlungen und deren Nachwirkungen: Fotografien, die im Moment des Geschehens sowie Tage, Monate, Jahre und Jahrzehnte nach dem jeweiligen Ereignis aufgenommen wurden. Die großangelegte Gruppenausstellung will keine Geschichte der Kriegsfotografie oder der Fotografie in Kriegszeiten sein; sie fragt vielmehr nach den Möglichkeiten und Strategien der fotografisch-künstlerischen Bewältigung von Krieg und Gewalt. Gezeigt werden in 13 Räumen rund 130 Werke, insgesamt aber mehr als 800 Exponate aus der Zeit zwischen 1855 bis 2013. Weiterlesen

Mein Jahresrückblick 2014

Das öffentliche Jahr 2014 fing für mich erst mit der photokina an, vorher habe ich an meinem Buch „Fotopraxis mit Perspektive“ gearbeitet und kann mich an nichts erinnern. Doch an eines: Die Multichannel-Präsenz habe ich ausgebaut und seitdem einen eigenen Fotofeinkost-Kanal bei YouTube. Bei jedem Beitrag, den ich selbst fertige, mache ich zwischendrin eine Herren-Boutique in Wuppertal auf. Irgendwann habe ich es dann so oft versucht, dass ich bereitwillig jeden Gedanken an Perfektion fallen lasse. Da ich laufend Fotografinnen rate, mutiger zu werden, will ich selbst nicht feige sein und überwinde mich, das eigene Selbst im Bild anzugucken. (Warum sich Selfies – oft gar mit Stöckchen! – als Seuche 2014 weiter ausbreiten konnten, bleibt mir ein Rätsel.) Außerdem: Das bewegte oder Filmbild kommt, daran geht kein Weg vorbei. Und erst, wenn man es selbst probiert, merkt man, wie aufwändig das kleinste Bisschen wird. Allein bis ich das richtige Mikrophon für mich gefunden hatte! Kombiniert mit der erschütternden Wahrheit, dass der Ton beim Video wichtiger ist als das Bild. Schlechter Ton ist nämlich deutlich unerträglicher als jede optische Entgleisung.

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Testbild zu einem Video, das nie fertig wurde. Vielleicht versuche ich es 2015 noch einmal.

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Paris im Zeichen der Fotografie – Teil 2

Eine große Rolle auf dem Sammlermarkt spielt die Bildpräsentation. Alu-Dibond gab es bei den Galerien auf der Paris Photo deutlich weniger zu sehen, dafür viele weiße Rahmen und etliche Tableaus. Das bewegte Bild war kaum vertreten. Eine der wenigen Ausnahmen: diese Installation mit programmierten LED-Leuchten, die im statischen Bild Bewegung suggerieren.

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Eine interessante Variante von Jim Campell aus San Francisco an der Bryce Wolkowitz Gallery auf der Paris Photo.

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Ein großes Panoramabild von Miguel Rothschild („Aniversario La Habana“), aus dem Punkte in drei Größen ausgestanzt wurden.

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Bernheimer Fine Art stellte die Arbeiten von Christopher Thomas mit sichtbarem Büttenrand aus. So wird der Print zum Objekt.

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Paris im Zeichen der Fotografie – Teil 1

Wenn in den geraden Jahren im November „Mois de la Photo“ ist, wird die Seine zur Nabelschnur der Fotowelt. Die Messen, Auktionen, kleinen und größeren Ausstellungen zu besuchen, die rund um das Hauptevent „Paris Photo“ angeboten werden, ist ein nahezu unmögliches Unterfangen, zumal vieles zeitgleich stattfindet. Ein wunderbarer Auftakt war wieder der erste Blick aufs Grand Palais am Eröffnungsabend.

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Blick von der Rive Gauche aufs Grand Palais, unter dessen Glaskuppel die Galerienmesse „Paris Photo“ abgehalten wird.

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Seit 40 Jahren fotografiert Nicholas Nixon seine Frau und deren drei Schwestern einmal im Jahr. Das Tableau der Fraenkel Galerie war eine beeindruckende und berührende Messeattraktion.

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Zusätzlich zu den internationalen Galerien sind bei der Paris Photo auch Fotobuchverlage zu finden, darunter einige deutsche wie Kehrer, HatjeCantz und Steidl. Dass die Bildautoren zu einem festen Termin am Stand ihre Bücher signieren, gehört dazu. Deshalb sind „alle“ Fotografen wenigstens ganz kurz auf der Paris Photo!

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Unschwer zu erkennen: Joel Meyerowitz, der noch bis zum 11.1. mit einer großen Retrospektive im NRW-Forum in Düsseldorf geehrt wird.

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James Mollison (einer der 16 Fotografen in meinem aktuellen Buch) zeigte mir die Andrucke zu seinem neuen Bildband, der Anfang 2015 in den USA erscheint.

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Die Veranstalter kommen ihrer pädagogischen Aufgabe nach: Für die VIPs gibt es Führungen, bei denen die Exponate erläutert werden. Hier das Logo-Foto der diesjährigen Paris Photo von Robert Longo.

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Immer interessant: Die SFR Jeunes Talents. 2012 hingen hier die Bilder von Patrick Willocq (ein weiterer der 16 Fotografen in „Fotopraxis mit Perspektive“). 2014 beeindruckte mich Clémentine Schneidermann mit der Serie „I called her Lisa-Marie“.

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Weithin hörbar und etwas nervig war das schrillende Telefon am Stand von Robert Morat Hamburg/Berlin – eine Installation für 14.500 Euro von Christian Patterson.

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Herr Taka Ishii von der gleichnamigen Galerie aus Tokio (Araki’s Galerist) verband zwei Kojen mit einem schicken Loch in der Wand.

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Etwas seltsam: Bei Kicken Berlin quetschten zwei sehr speckige Sessel in einer Ecke. Das Auslegen von Bildbänden ist bei den Galerien obligatorisch.

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Irving Penns Kinder aus Cuzco hingen bei Hamilton’s in einem wunderbaren Platinprint, von dem 60 Stück aufgelegt worden waren. Auf meine Nachfrage wurde eröffnet, dass das Bild 1 Million kosten soll (ob Dollar, Pfund, Euro – ich habe nicht nachgefragt).

Im zweiten Teil folgen Detailaufnahmen von Bildpräsentationen und ein paar Eindrücke außerhalb dieser Messe.

Mit Martin Parr im Magnum Photomaton

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Im Magnum Büro in Paris steht ein Photomaton, in dem man sich im Stil von drei bekannten Fotografen aufnehmen lassen kann. Ich durfte es ausprobieren.

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Ich war wegen eines Interviews bei Magnum und traf dort eher zufällig auf Martin Parr. Den neuen Magnum Photomaton, der Bilder in seinem Stil erzeugt, kannte er noch nicht. Er willigte ein, dort für mich zu posieren.

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Bei seinem ersten Versuch verstellte er den Stuhl und erzeugte den Photomaton-Klassiker, das zufällige Bild.

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So sollte es richtig aussehen, wenn Martin Parr im Magnum Photomaton ein Foto im Stil von Martin Parr testet.

Magnum-Fotograf Martin Parr in direkter Ansicht, fotografiert von mir im, aber nicht vom Automaten.

Magnum-Fotograf Martin Parr in direkter Ansicht, fotografiert von mir im, aber nicht vom Automaten.

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Mit Signatur! Ich hatte mich vorher für ein Porträt von Steve McCurry entschieden. Ein toller Spaß, den sich Magnum mit dem Photobooth ausgedacht hat. Es gibt übrigens noch ein Studio, in dem man sich im Stil drei weiterer Fotografen ablichten lassen kann.

Challenging the Frame – Unseen 2014

Parallel zur photokina in Köln fand in diesem Jahr zum dritten Mal die „Unseen“ in Amsterdam statt, eine Fotomesse mit Festivalflair, wie sie sich durchaus zu Recht selbst annonciert. Atmosphärischer Veranstaltungsort ist die Westergasfabriek, ein Backsteinensemble mit Park an einem Kanal. Drumherum gab es für geladene Gäste zahlreiche Möglichkeiten, an Kuratorenführungen oder Atelierbesuchen teilzunehmen. Im Rijksmuseum nach der offiziellen Öffnungszeit der Säle quasi allein vor der Nachtwache von Rembrandt zu stehen, ist schon ein netter Nebeneffekt solch einer (ansonsten dort leider unergiebigen) Kuratorenführung.

Was die Fotokunstmarkttrends angeht, ist das FOAM Fotomuseum in Amsterdam ziemlich tonangebend, auch für die Messe. Im FOAM findet noch bis 10. Dezember 2014 die Ausstellung „Under Construction“ statt. Marcel Feil führte durch die Ausstellung und sprach vom „challenging the frame“ als Ausdruck dafür, dass die versammelte US-amerikanische Fotografie recht skulptural daherkommt. Aus Kalifornien anwesend war Matt Lipps, der seine ausgestellten Arbeiten erläuterte.

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Matt Lipps bei der Erläuterung, dass er aus Time Life Photography Büchern Teile ausgeschnitten habe und auf Glasböden arrangierte, die er dann wiederum fotografierte. Hier beispielsweise aus dem Buch über Dokumentarfotografie, das für viele in den Achtzigern der erste ernsthafte Kontakt mit Fotografie war.

Owen Kydd aus Los Angeles zeigt im FOAM bewegte Bilder. Etwas schlicht ist diese vom Wind bewegte Folie, von der ich spontan eine kurze Videosequenz mit der Erläuterung des kalifornischen Künstlers aufnahm. Es gibt auf der Seite seiner Galerie mehr zu sehen. 

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Auch im FOAM aufgenommen: Hipstafoto einer niederländischen Sammlerin passend gekleidet zur Arbeit von Daniel Gordon, wie berichtet, Träger des Paul Huf Awards.

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Bilder von Jacqueline Hassink im roten Zimmer des Huis Marseille, dem älteren der beiden Fotomuseen in Amsterdam.

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Am Stand der Ravestijne Gallery Amsterdam fiel dieses große Bild auf, bei dem wahrlich ein Motiv den Rahmen sprengt. Seltsam sieht es allerdings von der Seite aus – siehe kleines Bild.

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Im alten Gasbehälter wurden tortenstückförmige Galeriekojen der „Unseen“ eingerichtet.

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Draußen auf dem Gelände die Ausstellung der FOAM Talents. Vorne und Artikelfoto ein Motiv von Charles-Henry Bédué.

Resümee: Die „Unseen“ macht viel Freude wegen der entspannten Atmosphäre und dem wunderbaren Umfeld mit grandiosen Museen, Galerien, den Grachten, lekker Frietjes und der Nähe zum Meer. Zudem war in diesem Jahr herrlichstes Sommerwetter. Bei den Gallerien fand ich M 97 aus Shanghai mit den Arbeiten von Wang Ningde besonders faszinierend. Sie sind plastisch und lassen sich in ihrer Wirkung nicht reproduzieren. Da weiß man dann, dass es sich lohnt, zu einer solchen Veranstaltung zu fahren, um das Original sehen zu können.

Bilder von der photokina

Jeweils über 100 Messebesucher kamen zu meinen beiden Vorträgen auf der Bühne des Professional Forums der Photokina 2014. Markus Bollen fotografierte am Dienstag und stellte mir freundlicherweise die obersten vier Fotos zur Verfügung.

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Es ging um „3 Erkenntnis-Schritte zur erfolgreichen Fotopraxis mit Perspektive“, weil sich gerade alles in der Branche ändert, nicht nur die Technik. Im gleichen Gang des Forum war zum Beispiel ein Kameraroboter für Still lifes zu bestaunen.

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Mehr Selbstbewußtsein als Experte fürs Visuelle zu entwickeln, ist meine Aufforderung, um in der Berufswelt als Fotograf auch in Zukunft bestehen zu können.

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Am Schluss gab es auch einen kurzen Einblick in das zur Photokina neu erschienene Buch „Fotopraxis mit Perspektive“.

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Eine Teilnehmerin lässt sich meine Neuerscheinung signieren.

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Nach mir auf der Bühne: Christian Ahrens und Silvia Steinbach, die eines der 16 im Buch vorgestellten Projekte repräsentierten. Live erläuterten sie ihre auch im Interview verdeutlichte Strategie, wie sie mittels freiem Projekt an Aufträge aus den großen Industrieunternehmen kamen und kommen.

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Am Messe-Sonntag Wiedersehen mit National Geographic und Expeditions-Fotografin Ulla Lohmann, die ich ebenfalls für das neue Buch interviewt habe.

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Zweimal am Tag war Canon Explorer Ulla Lohmann auf der Messe-Bühne aktiv.

Zwischen meinen beiden Photokina-Vorträgen war ich in Amsterdam auf der Unseen. Die Bilder folgen in Kürze.