Foodfotografie: Feast for the Eyes

Martin Paar Foto

Martin Parr: New Brighton (Hot Dog Stand), 1983–85; from Feast for the Eyes (Aperture, 2017) ©Martin Parr/Magnum Photos

„Feast for the Eyes“ zeigt die reiche Geschichte der Foodfotografie – nicht nur in der künstlerischen, sondern auch in der kommerziellen und wissenschaftlichen Fotografie und im Fotojournalismus. Von der Alltäglichkeit des Hot-Dog-Stands von Martin Parr bis zum allegorischen Stillleben von Laura Letinsky, von Roger Fentons umfangreichen Essensdisplays aus dem 19. Jahrhundert bis zu den Kochbüchern der sechziger Jahre.

Aufgrund der vielfältigen Formen, der Bedeutung von Nahrung, und der Tatsache, dass sie leicht verfügbar ist, wurde sie zu einem vielfach fotografierten Motiv. Das Interesse am Thema Food nahm in den letzten Jahren eher noch zu. Durch das Teilen von Fotos auf Social-Media-Plattformen wie Instagram, Snapchat, Facebook und Twitter ist die Fotografie gar Teil des kulinarischen Erlebnisses geworden.

Bei den Motiven der Ausstellung handelt es sich selten nur um Nahrungsmittel. Essen kann einen Lebensstil oder eine Nation repräsentieren, Hoffnung oder Verzweiflung, Hunger oder Überfluß.

Foodfotografie

©Ouka Leele: Peluqueria, Limones, 1979

Foodfotografie? The Story of Food in Photography

Die Ausstellung untersucht anhand von drei Themen, wie Nahrung dargestellt wird und welche Bedeutung sie haben kann. Für „Still Life“ bildet eines der beliebtesten Genres der Malerei den Ausgangspunkt. Die Fotos zeigen, wie die Künstler vom Genre inspiriert wurden, und wie sich dieses im Laufe der Zeit verändert hat. „Around the Table“ schaut auf das Ritual, das rund ums Essen stattfindet. Darüber hinaus befasst sich dieser Abschnitt auch mit kultureller Identität, die sich in Lebensmitteln widerspiegelt. Schließlich zeigt „Playing with Food“, was mit Lebensmitteln passiert, wenn Humor, Spaß und Ironie ins Spiel kommen. Zusätzlich zu den Fotos werden eine Reihe von Kochbüchern gezeigt. Die Bücher geben den Bildern an der Wand eine zusätzliche visuelle Geschichte und liefern einen Kontext.

#fishy #donut #divers #thingsarequeer, December 1, 2015  © Joseph Maida

Mit Fotografien von:

Nobuyoshi Araki, Guy Bourdin, Imogen Cunningham, Roe Ethridge, Marion Faller und Hollis Frampton, Rotimi Fani Kayode, Roger Fenton, Peter Fischli und David Weiss, Nan Gordon, Rinko Kawauchi, Russell Lee, Laura Letinsky, Vik Muniz, Nickolas Muray, Martin Parr, Martha Rosler, Ed Ruscha, Cindy Sherman, Stephen Shore, Edward Steichen, Paul Beach, Wolfgang Tillmans, Lorenzo Vitturi, Tim Walker, Andy Warhol, Weegee, Edward Weston, Hank Willis Thomas und vielen anderen.

Feast for the Eyes – The Story of Food in Photography: organisiert von der Aperture Foundation, New York, kuratiert von Susan Bright und Denise Wolff. Eröffnung am 20. Dezember 2018 um 17.30 Uhr. Die Ausstellung läuft bis 3. März 2019 im Foam Fotomuseum Amsterdam.

Frage an Sie: Fotografieren Sie (Ihr) Essen? Welches Food-Motiv ist für Sie ein Augenschmaus?

Frohe Feiertage mit leckeren Menüs wünscht Ihnen Martina Mettner