Reisetipps für Tokio 2020

Blick auf den Fuji

Japan ist faszinierend und generell sehr fotogen. Als Fotofan fühlt man sich dort gleich Zuhause und ist mit seiner Kamera nicht der/die einzige. Es wird vielerorts durchaus noch mit richtigen Kameras samt Teleobjektiv geknipst. In großen Kamerastores kann man sich zwischen den aufgebauten Stativen durchschlängeln und untermalt von lauter Werbung die neuesten Modelle von Sony, Canon und Nikon in die Hand nehmen. Japan, das ist ja nun einmal das Mutterland der Fotografie – oder zumindest der Fototechnik.

Wie ist Japan als Reiseland?

Großartig! Nirgendwo sonst kann man sich bei völliger Fremdheit zugleich so sicher fühlen. Man muss nicht ernstlich mit Diebstählen, Überfällen oder unpünktlichen Zügen rechnen. Praktischerweise sind Bahn- und U-Bahnstationen auch in lateinischen Schriftzeichen bezeichnet. In den Großstädten ist das Standard. Wenn es um die Verpflegung geht, gibt es die Wachsmodelle im Schaufenster, auf die man zeigen kann, und vermehrt auch englischsprachige Speisekarten. Das Serviceniveau ist sehr hoch. Die Japaner sind leise, schüchtern, freundlich und sehr, sehr hilfsbereit.

Ist Tokio teuer?

Die Lebenshaltungskosten sind extrem hoch, jedoch für Reisende ist es nicht teurer als der Aufenthalt in einer europäischen Metropole. Aus meiner Erfahrung würde ich Tokio für gefühlt günstiger und reeller halten als beispielsweise London, definitiv, was die Übernachtungspreise und das Essen angeht. Man kann sich sehr gut und günstig verpflegen. Eine sättigende Portion Ramen oder Soba gibt es zwischen fünf und zehn Euro. Man muss im Lokal keine teuren Getränke mitbestellen. Überall gibt es kostenlos Eiswasser oder Tee dazu. Trinkgelder sind verpönt. Das schont die Reisekasse. Restaurants findet man in den oberen Etagen von Shoppingcentern und Kaufhäusern in großer Auswahl. Sie sind nahezu immer spezialisiert. Man sollte sich also in der Gruppe/Familie einig sein, ob man Suppe oder Sushi oder beispielsweise „italienisch“ essen möchte.

Überall mit dem Nötigsten versorgt

Snacks, Getränke und Geldautomaten gibt es in den kleinen Supermärkten (Combini) wie Family Mart, Lawson oder Seven Eleven. Hier versorgen sich die Einheimischen. Etwas spät habe ich entdeckt, dass der Kaffee dort nicht nur günstiger, sondern auch viel besser ist als bei Starbucks oder der japanischen Variante Doutor (nämlich frisch gemahlen und in stark erhältlich). Man zahlt an der Kasse, bekommt einen Becher und geht damit an die Kaffeemaschine.

Blick auf den Fuji

Erst bei meinem 5. Japanbesuch gelang es mir, den Fuji zu sehen. An einem klaren Tag ist er vom Tokioter Rathaus aus sichtbar. Das „Tokyo Metropolitan Government Building“ bietet einen tollen Rundblick auf die Stadt. Morgens gleich bei Öffnung dort zu sein lohnt. Es kann lange Warteschlangen geben.

Eintritte können hochpreisig sein. Das trifft vor allem auf die neuesten Trends zu, bei denen sich zudem die Massen drängen. Ganz wunderbare Erlebnisse wie der Rundblick auf Tokio vom 45. Stock des Rathauses kosten nichts oder, wie der Eintritt in den Shinjuku Gyoen, nur Kleingeld.

Platz im Koffer lassen: Sie sind im Shopping-Paradies

Zu den Attraktionen ohne Eintritt zähle ich unbedingt Kaufhäuser wie „Takashimaya“ oder für alle Manga- und Character-Fans, Nakano Broadway. Ein Must in Tokio ist (für mich zumindest) der Besuch bei „Tokyu Hands“. DIY und Haushalt, eben vieles, bei dem man staunen kann, was es hier gibt.

Japan ist ein Shoppingparadies. Die Läden bieten alles, aber eben nicht alle Konfektion in hierzulande üblichen Konfektionsgrößen. Zierliche Personen können endlich mal nach Herzenslust Klamotten shoppen.
Sehr viel Spaß zum Stöbern machen die 100-Yen-Läden, die preislich unseren 1-Euro-Shops entsprechen. Auf Straßenebene findet sich „We Can Do“, besser sind jedoch „Daiso“ und „Seria“ auf höheren Etagen. „3 Coins“ ist eine 300-Yen-Shop-Kette. Gezielt solche Läden zu finden, ist jedoch schwierig. Bei der Überfülle an Shops vom Untergrund bis in die oberen Etagen hilft auch Google Maps nicht wirklich weiter.

Hase im Schaufenster

Es gibt seltsame Dinge zu sehen wie diese Hasendeko in einem Boutique-Schaufenster (in Kyoto).

Was ist bei der Reiseplanung für Japan zu beachten?

Der wichtigste Tipp für reisende Paare: Auch wenn Sie Zuhause gerne eng kuscheln, buchen Sie in Japan besser Twin Rooms, idealerweise den „Superior Twin“. Dann bekommen Sie nämlich zwei Betten und ein Zimmer, in das auch Ihre Koffer mit hineinpassen. Bucht man ein Doppelzimmer, steht darin potenziell nur ein 120-cm-Bett statt zwei. Man könnte es für ein Einzelzimmer halten, mit dem Unterschied, dass zwei Kopfkissen nebeneinander auf der Matratze liegen. Und wenn ich sage, dass Sie in einem Doppelzimmer aller Voraussicht nach den/die Koffer nicht aufklappen können, dann glauben Sie das ruhig. Für Japan, speziell für Tokio, nutzen Sie am besten einen Koffer mit vier Rollen und Deckel. Koffer, die in der Hälfte aufklappen, erzeugen ein Platzproblem. (Zur Erläuterung: Man kann die Koffer in der Regel nicht auspacken, weil gar keine Schränke oder Kommoden im Zimmer sind.)

Standardmäßig gibt es in den Hotelzimmern Zahnbürsten und viele andere Necessaire-Artikel, Shampoo und Conditioner, aber selten Bodylotion. Leere Kühlschränke, die Sie aus den Convenience Stores selbst bestücken, sowie Wasserkocher, sind (nach meiner Erfahrung) ebenfalls Standard. Ich empfehle das Mitnehmen von Teebeuteln, vor allem, wenn man Kräutertee trinken möchte. Es gibt in Tokio alles zu kaufen, aber Teebeutel unterschiedlicher Geschmacksrichtungen eben nicht. So wie es (verschärft gesagt) beim Essen nur die Geschmacksrichtung Sojasauce gibt, selten Wasabi, ist Tee immer Grüntee, selten Schwarztee.

Die Toiletten sind meistens Hightech mit Bedienleiste

Was es übrigens auch gar nicht gibt, sind mehrlagige Papiertaschentücher. Man schneutzt sich in Japan auch nicht öffentlich. Die quasi überall vorhandenen super sauberen Toiletten kann man als Reisende nicht genug loben. Sie haben viele Funktionen, unter anderem spielen sie Geräusche ab, damit das eigene nicht nebenan gehört wird.

Papierhandtücher gibt es nie, inzwischen aber meist Lufttrockner. Traditionell hat man ein kleines Handtuch selbst dabei. Außer einem kleinen Mikrofasertuch ist auch das Mitführen von „Tempelsocken“ zu empfehlen − nicht für Tokio, aber für Kyoto unbedingt. Die Böden in den Schreinen sind glatt und kalt, Stoppersocken zum Überziehen wirklich eine Wohltat.

Achten Sie in Tokio darauf, dass die nächste U-Bahn-Haltestelle vom Hotel aus eine ist, an der mehrere Linien halten. Wenn Sie nur zwei, drei Tage bleiben, suchen Sie sich ein Zimmer in Shinjuku. Da sind Sie gleich im großen Gewühle. Ich hatte dieses Mal eines in Akasaka ausgewählt, wobei ich nicht wusste, dass es sich um ein ehemaliges Rotlichtviertel handelt, in dem sich heute kleine Restaurants aneinanderreihen. Sehr angenehm fand ich auch Ueno als Standort, vor allem, wenn man im Park zur Kirschblütenzeit fotografieren und die Museen besuchen möchte.

Zur Fortbewegung ist es nützlich, eine IC Karte zu benutzen, die in Tokio meist von „Suica“ oder „Pasmo“ ist. Man kann sie schon in Deutschland bestellen und dann an Automaten mit Bargeld immer wieder aufladen. Die Rückgabe der Karten am Reiseende verlangt allerdings mehr Geduld als ich aufzubringen bereit wäre. Für die zwei, drei Euro stelle ich mich nicht endlos in einer Schlange mit Railpass-Inhabern an. Ist noch Guthaben auf den Karten, bezahlt man einfach im Combini damit oder am Getränkeautomaten.

Möchten Sie ins Ghibli-Museum?

Ghibli Museum

Das Ghibli Museum in Mitaka – Ein Mekka für Anime-Fans.

Sie wissen nicht, was das ist? Dann wollen Sie es auch nicht besuchen! Man kann vor Ort keine Karten bekommen, sondern muss diese Monate im Voraus zum doppelten Preis in Deutschland besorgen. Was ich getan habe. Als wir dann dort ankamen, war das Museum brechend voll. Und so großartig wie die Animationsfilme des Studio Ghibli sind, so enttäuschend fand ich das Museum. Das ist eher eine Hundertwasser-Hommage als eine an Hayao Miyazaki. Und für Kinder gibt es wirklich nur den Katzenbus. Kein Wunder, dass sich alle im Merch-Shop drängten. Und selbst da fand ich zufällig auf dem Weg zu einem Restaurant am folgenden Tag einen besser sortierten und weniger vollen namens Benelic im Venus Shoppingcenter auf Odaiba.

Das Ghibli Museum liegt in Mitaka. Wir haben es mit einem Besuch im Edo-Tokio Open Air Architectural Museum verbunden, erreichbar mit der gleichen Bahnlinie (JR Chuo Line), drei Stationen nach Mitaka. Man kann Mitaka auch mit dem Besuch von Nakano Broadway kombinieren, Nakano liegt ebenfalls an der Strecke. Das Freilichtmuseum bietet eine große Fülle an Fotomotiven, inklusive eines historischen Fotoateliers, in dem man sich (kostenlos!) mit seinem eigenen Smartphone fotografieren lassen kann.

Apropos Bahnreisen in Japan

Die Koffer passen nicht in den Shinkansen! Auf dem  Flug dürfen Sie bei JAL zweimal 23 Kilo mitnehmen, aber unterwegs im Schnellzug nur Handgepäck! Rucksäcke gehen in Japan gar nicht, die gelten als Belästigung der Mitmenschen. Tagesrucksäcke müssen vor der Brust getragen werden. Zu Reisen ist einfach, viele kaufen sich vorab einen Japan Railpass. Damit sich der Railpass lohnt, muss man ständig auf Achse sein. Spätestens jeden zweiten Tag den Ort zu wechseln, um im nächsten Ort die überlaufenen Sehenswürdigkeiten abzuhaken, ist einfach nicht mein Fall. Ich war einmal zwei Wochen am Stück nur in Tokio und habe nicht geschafft, alles anzusehen (und zu fotografieren), was mich interessiert hätte.

In Kyoto gibt es Kimonos

Erst recht Kyoto: 1600 Tempel, 400 Schreine und über 30 spektakuläre Gärten. Und das in einer Millionenstadt mit endlosen Shoppingoptionen. Da wird einem nicht langweilig. Zudem ist dort kimonomäßig deutlich mehr los! Kyoto ist die vielleicht einzige moderne Stadt der Welt mit gelebter Geschichte. Geschäfte, Gärten, Tempel bestehen seit über mehr als 400 Jahren unverändert bis heute. Jugendliche kleiden sich am Wochenende traditionell, weil sie das cool finden. Im Unterschied zu meinem letzten Besuch in Kyoto 2012 haben sich die Touristen (vornehmlich aus anderen asiatischen Ländern) von sieben auf über 28 Millionen vermehrt und mit ihnen die Kimonoverleihstationen. Da wird nun viel für Instagram posiert oder vermutlich eher für TikTok.

Kyoto Uferansicht

Das ist eine Touristin, die mir einen guten Vordergrund abgab für die Ansicht des Kamogawa-Ufers in Kyoto.

Kein GPS-Signal

Zum ersten Mal war ich im November/Dezember 2019 mit japanischer Simkarte ausgerüstet, also mit Google Maps unterwegs. Das ist für Fußgänger jedoch noch nicht wirklich ausgereift. Und auch Busverbindungen, die in Kyoto angezeigt werden, sind mit Vorsicht zu genießen. Am meisten genervt hat bei mir die Zeitverzögerung, mit der Positionsänderungen angezeigt wurden. Manchmal hieß es auch: „Kein GPS Signal“. So genial wie ich es finde, überall online zu sein: Es lenkt leider auch vom direkten Erleben ab, wenn man aufs Display schaut und sich fragt, warum sich der Punkt nicht bewegt oder warum man hier an der Mauer nicht links abbiegen kann, obwohl Google das so vorgibt. Mit anderen Worten: Man meint, man braucht die Satellitennavigation,

Frau fegt Treppe

Im historischen Stadtteil Gion (in Kyoto) wimmelt es natürlich vor Touristen. Gleichwohl kann man auch noch solche Motive finden.

kam aber früher auch gut ohne aus.

Was man nicht wirklich auf dem Radar hat, sind die weiten Strecken, die man zu Fuß zurücklegt. Alles ist riesiger und weiter entfernter als wir es gewohnt sind. Schon eine U-Bahn-Station ist so groß wie die Strecke zwischen zweien bei uns. Da am falschen Ausgang raus, und man ist in einer ganz anderen Gegend als beabsichtigt. Zum Glück ist Tokio nicht New York. Hier ist alles ungefährlich. Frauen können angstfrei selbst nachts alleine durch die Stadt gehen. Sehr entspannend.

Gute Schuhe sind das A und O

Und Sneaker sind nicht die erste Wahl für ein Land, in dem man die Schuhe beim Betreten von Räumen auszieht. Regenfest sollten die Schuhe auch unbedingt sein, denn wenn es regnet, dann heftig.

Ich rate zur vorsorglichen Mitnahme von Blasenpflastern, es sei denn, Sie legen auf die Erfahrung wert, das Problem in einer Drogerie vorzutanzen. Man ist dort sehr bemüht, Sie zu verstehen. Mit Englisch kommt man selten weiter. Aber keine Sorge, das klappt alles auch mit Zeichensprache und expressiver Mimik.

Warum Gärten aufs Programm gehören

Sie interessieren sich nicht für Gärten? Auch nicht für Landschaft? Ich fahre wegen der Gärten nach Japan. Tokio ist an sich eine Reise wert, keine Frage. Aber ich möchte doch behaupten, dass die großen, oft jahrhundertealten  Gärten die Essenz des Dortseins vermitteln. Das sind die bekannten Zen-Gärten ebenso wie die Edo-Wandelgärten oder auch Parks wie der riesige Shinjuku Gyoen − da vor allem der japanische Teil. Zur Kirschblütenzeit ist auch Ueno Park ein Must-see.

Gartenansicht

Koishikawa Korakuen mit dem Tokio Dome im Hintergrund und als Spiegelung. Der Garten lohnt zu jeder Jahreszeit einen Besuch, der Eintritt zu dem über 70.000 m² großen Areal mitten in Tokio kostet nur 2,50 Euro.

In Tokio empfehle ich, wenigstens zwei klassische Gärten anzusehen: Koishikawa Korakuen am Tokyo Dome. Dort gibt es sozusagen im Hintergrund den zusätzlich eigenartigen Kontrast zwischen dem ältesten Wandelgarten in Tokio (1669 vollendet) und einem angrenzenden Vergnügungspark. Der zweite Garten ist Rikugien, um 1700 entstanden, und besonders bekannt für seine Herbstlaubfärbung (die 2019 leider nicht so schön ausfiel wie erhofft).

Rikugien

Die Bastmatten an den Bäumen sind für oder gegen Insekten, die Schnüre, die dekorativ über empfindlichen Bäumen angebracht werden, sollen Schneebruch verhindern. Rigugien Garten, Tokio November 2019

Landschaft ist ja immer gestaltet (sonst hieße es Natur), aber in Japan wird sie nach eigenen ästhetischen und traditionellen Prinzipien idealisiert. Man muss gar nicht verstehen, welchen Symbolgehalt eine Steinsetzung hat oder wissen, welche Küstenlinie hier nachempfunden wurde. Man kann den Garten einfach genießen, innerlich zur Ruhe kommen und diese klug gestalteten Bilder aus Steinen, Wasser und Pflanzen auf sich wirken lassen.

Im Unterschied zu französischen Gärten, die flach sind und Macht demonstrieren sollen, ist der japanische Garten immer dreidimensional und feiert die Natur. Mit jedem Schritt bieten sich andere Aussichten und Perspektiven. Das ist doch das, was man als Fotografierender besonders zu schätzen weiß, oder? Schöne Motive in Hülle und Fülle, Bilder, die zu jeder Tages- und Jahreszeit anders sind und gleichwohl seit vierhundert Jahren in ihrer Grundstruktur unverändert. Für mich ist der Aufenthalt in diesen Gärten „in Japan sein“.

Live aus Japan habe ich einige Bilder auf Instagram gepostet: https://www.instagram.com/martina_mettner/

Es gibt Berichte von früheren Reisen:

In Tokio: Thomas Demand und Nobuyoshi Araki

Zuhause bei meiner Kamera 2010

Zuhause bei meiner Kamera

Buchmesse fast ohne Fotobücher

Die heftigen Veränderungen in der Verlagsbranche werden bei einem Gang über die alljährliche Buchmesse in Frankfurt am Main besonders deutlich. Neue Fotobücher muss man suchen.

Wie ein Fels in der Brandung wirkt Lothar Schirmer (Schirmer/Mosel) an seinem Stand. Doch wo in der Halle 4.1 einmal Hatje Cantz war, bleibt jetzt eine Freifläche. Der Verlag ist in Halle 3.0 deutlich bescheidener als Teil der Ganske-Gruppe repräsentiert. TeNeues, gerade durch den Selbstmord des Verlegers in den Schlagzeilen, belegt, statt mehrerer Kojen wie früher, nun noch ein Tischchen bei seinem Vertriebspartner. Und Steidl bleibt erneut der Messe fern. Fotointeressierte retten sich also zum Kehrer Verlag (Halle 4.1 Stand K 38) oder gleich zur Ausstellung des Deutschen Fotobuchpreises 18/19 (4.1/L 93). Dort gibt es am Sonntag, 20. Oktober 2019 ab 14 Uhr einen Artist Talk mit Frederik Busch, dem Bildautor des Kehrer-Buches „German Business Plants“.

Cover Buchmesse

Im Jubiläumsjahr des Bauhauses gibt es natürlich zahlreiche Publikationen. Diese hier gesehen am Stand von Taschen.

Stand von Seltmann

Ein Buch über analoge Fotografie von Seltmann + Söhne. Vor dem Plakat sitzt Grafikdesigner und Fotograf Hannes Fuchs.

Tipp: Am Messewochenende, Samstag und Sonntag, 19. und 20. Oktober 2019, können erstmals auch Fotobücher direkt auf der Messe gekauft werden. Zur Information für Besucher hier entlang.

Aus Liebe zum Papier

Wunderbar ist, auf etwas Neues zu stoßen: Stylishe Bücher für stylish Reisende mit dem Namen Travel Colours. Stefanie Friese gründete diese Reihe samt Verlag in Berlin. Obwohl es ähnliche Tipps zu Restaurants, Hotels und Shops kuratiert im Netz gibt, finden die haptisch angenehmen, extrem clean wirkenden Druckwerke ihr Publikum. Da in Berlin verlegt, sind die Texte alle englisch. Als Fotografin wird Flavia Renz genannt. Die Tipps geben namentlich genannte Scouts. Bisher erschienen sind: Berlin, Cape Town, Milan, Palma, Paris, Reykjavik, Stockholm und Tbilisi. Jährlich sollen acht neue Städte hinzukommen.

Travel Colours Buch

Der neue Verlag Friese Media stellt in der Halle 3.1 / J111 seine bisher erschienenen Titel vor.

Kamera-Klappkarte

Roland Bellinghausen, CEO von Cologne Cards, mit einer Pop-up-Kamera, Papeterie Sonderfläche Halle 4.0

Ein ehemaliger Fotojournalist verkauft nun „3D-Papierkunst mit Wow-Effekt“. Wer je in Hanoi war, kennt diese Karten, bei denen sich aufgeklappt ein verblüffend filigranes Objekt entfaltet. Roland Bellinghausen aus Köln lässt diese Karten mit deutschem Text und neuen, gut nachgefragten Motiven in Kooperation mit einem Partnerunternehmen in Vietnam fertigen. „Die Pop-Up Karten werden unter Berücksichtigung der Grundsätze des Fairen Handels und im Rahmen der Förderung von lokalen Resozialisierungsprojekten hergestellt.“ Alle Motive sind auf der Website zu sehen.

Klappkarte

Yang Feng mit einer von ihm entworfenen Karte mit Robotern

Die digitale Welt ist auch vertreten

Biennale des bewegten Bildes 2019 auf der Fläche The Arts in Halle 4.1

„What’s real?“ – diese Frage stellt sich das Programm der B3 Biennale des bewegten Bildes im THE ARTS+ Areal in Halle 4.1. Bewegtbild- und Medienschaffende präsentieren fünf Tage lang über 100 Projekte und künstlerische Arbeiten in den Bereichen Videokunst, Film, Immersion, Games sowie XR und KI.

Ein Spaziergang über die Frankfurter Buchmesse hat immer etwas von Wundertüte, gerade weil neben dem klassischen Buch zunehmend andere Bereiche, darunter 2019 vor allem Audio, abgedeckt werden. In der Gourmet Gallery gibt es denn nicht nur Kochbücher, sondern auch Gin-Anbieter. Da ist dann für jeden etwas dabei.

 

Bauhaus Museum Dessau eröffnet

Das Bauhaus Museum Dessau ist eröffnet! Nach einem symbolischen Banddurchschnitt mit Dr. Claudia Perren, Direktorin und Vorstand der Stiftung Bauhaus Dessau, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, und Dr. Peter Kuras, Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau, öffneten sich am 8. September 2019 gegen 12.30 Uhr offiziell die Türen zur Ausstellung „Versuchsstätte Bauhaus. Die Sammlung“.
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Manfred Sickmann: Das Antlitz des Anderen

Ehemalige Synagoge

Das Missionieren bezüglich anspruchsvoller Fotoprojekte für Privatiers wie Berufsfotografen hatte ich aus Mangel an Resonanz und Zeit eigentlich schon aufgegeben. Aber dann kam eine E-Mail, die zeigt, es war nicht wirkungslos: „weil Ihr Grundgedanke über das Glück, mittels Kamera seine Umgebung intensiver zu erleben und Ihre Bücher mir den Weg geebnet haben, mich fotografisch zu entwickeln, möchte ich Ihnen ein paar Eindrücke von meiner Ausstellung in der ehemaligen Synagoge in Kippenheim zuschicken. Über ein Jahr lang habe ich mehr als 100 Portraits fotografiert, wunderbare Begegnungen mit Bekannten und Fremden gehabt, und auch bei der konkreten Ausstellungsvorbereitung viel und zum Teil unverhoffte professionelle Unterstützung erhalten. Alles mündete in eine sehr gut besuchte und atmosphärisch dichte Vernissage.“
Ein großartiges Beispiel für Engagement, das ich gerne hier vorstelle. Und wenn Ihnen der Bildautor, der dieses Mal auch den Text verfasste, bekannt vorkommt, dann weil er hier vor zwei Jahren schon einmal mit einer fotografischen Arbeit vorgestellt wurde, der Spargelernte.
Ehemalige Synagoge Weiterlesen

Michael Wolf fotografiert nicht mehr

Pressefoto Michael Wolf

Der 64-jährige Fotograf starb in den frühen Morgenstunden des letzten Donnerstags (25. April 2019) im Schlaf in seinem Apartment auf der Insel Cheung Chau in Hongkong, wie seine Frau Barbara Wolf der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

Vom Journalismus in den Kunstmarkt

1954 in München geboren, wuchs er ab 1955 in den USA auf. Maßgeblich für seine Laufbahn war der Entschluss, 1973 aus Kalifornien nach Deutschland zu kommen, um bei Otto Steinert in Essen zu studieren. So eine Art Karrieregarant für Fotografen, zumindest im Rückblick. Nach seinem Examen 1977 arbeitete er zunächst als freier Fotograf für verschiedene Zeitschriften und Unternehmen. Weiterlesen

Erfolg als Fotograf 2019

In einem Buch über den Architekturfotografen Ezra Stoller gibt es das beeindruckende Bild, wie er auf einer LKW-Ladefläche mit Leitern ein Plateau für seine Großbildkamera gebaut hatte. Keine Ahnung, wie er da hinauf gekommen ist. Heute lösen Sie die große Übersicht weniger halsbrecherisch mit einer Drohne. Das macht bewußt: Es geht immer schneller, einen Auftrag auszuführen. Wer jetzt noch seine Zeit in Rechnung stellt, wird zusehends weniger verdienen.

Fotografen-Coaching 2019

Der Aufnahmeaufwand mag abnehmen, rasant wachsen jedoch die Anforderungen, aus Sicht der Kunden ein kompetenter und verlässlicher Anbieter visueller Lösungen zu sein. Dabei, dem Wandel in den beruflichen Anforderungen gerecht zu werden, möchte ich Fotografinnen und Fotografen 2019 noch besser unterstützen: Mit innovativen Honorarmodellen, Anleitung zur pointierteren Präsentation der eigenen Leistungen und dem Fokus auf Kundengewinnung und Kundenkommunikation. Dazu habe ich ein fünfwöchiges Coaching entwickelt, an dem man bequem von Zuhause aus teilnehmen kann.

Wer also seine Auftragslage zukünftig kontrollieren und den Wert seiner Arbeit statt der Zeit in Rechnung stellen möchte, sollte sich diese Seite genauer ansehen. Im Coaching geht es ab 7.2.2019 konzentriert um die oft als schwierig empfundenen Themen Kundengewinnung, Preisgestaltung und um eine Sache, die mir besonders wichtig ist, weil sie von allen unterschätzt wird: Das Schreiben von Angeboten. Was soll man da schon falsch machen? Ziemlich viel – ohne es zu merken.

Achtung: Beginn ist schon am 7.2.2019!

Es geht um Ihre Jobs, Ihre berufliche Perspektive, Ihren Erfolg als Fotograf 2019 und darüber hinaus!  Alle Informationen finden Sie hier: https://erfolg-als-fotograf.de/coaching/ Melden Sie sich gerne, falls Sie Fragen haben.

Foodfotografie: Feast for the Eyes

Martin Paar Foto

Martin Parr: New Brighton (Hot Dog Stand), 1983–85; from Feast for the Eyes (Aperture, 2017) ©Martin Parr/Magnum Photos

„Feast for the Eyes“ zeigt die reiche Geschichte der Foodfotografie – nicht nur in der künstlerischen, sondern auch in der kommerziellen und wissenschaftlichen Fotografie und im Fotojournalismus. Von der Alltäglichkeit des Hot-Dog-Stands von Martin Parr bis zum allegorischen Stillleben von Laura Letinsky, von Roger Fentons umfangreichen Essensdisplays aus dem 19. Jahrhundert bis zu den Kochbüchern der sechziger Jahre.

Aufgrund der vielfältigen Formen, der Bedeutung von Nahrung, und der Tatsache, dass sie leicht verfügbar ist, wurde sie zu einem vielfach fotografierten Motiv. Das Interesse am Thema Food nahm in den letzten Jahren eher noch zu. Durch das Teilen von Fotos auf Social-Media-Plattformen wie Instagram, Snapchat, Facebook und Twitter ist die Fotografie gar Teil des kulinarischen Erlebnisses geworden. Weiterlesen

Frank Kunert: Memospiel „Kleinanzeigen“

Kunert zwei kartenpaare

Frank Kunert, den Fotografen und Baumeister skurriler Miniaturwelten, habe ich hier vor zehn Jahren erstmals vorgestellt und zuletzt über einen Besuch bei ihm berichtet. Sein in diesem Jahr erschienenes drittes Buch „Lifestyle“ wurde gerade mit dem Deutschen Fotobuchpreis in Silber ausgezeichnet. Und nun das! Ein Memospiel in Form und Haptik eines Aktenordners! Der Knaller für alle Kunert-Fans und Freunde von Legespielen. Weiterlesen

Rebecca Sampson: Apples for Sale

Die erste Einzelausstellung der deutsch-amerikanischen Künstlerin Rebecca Sampson findet vom 2. November bis 16. Dezember 2018 im Foam Fotografiemuseum Amsterdam statt. Sampsons Arbeit ist eine fotografische Studie über das tägliche Leben indonesischer Hausangestellter in Hongkong. Mit wenig Freizeit oder persönlichem Freiraum konstruieren diese Arbeitsmigranten eine parallele Identität mithilfe von Social-Media-Kanälen. Fernab von Zuhause und in einer völlig weiblichen Subkultur entwickeln die Frauen eine mehrdeutige sexuelle Identität. Sampson porträtiert diese Bevölkerung in einer vielschichtigen multimedialen Erzählung, bestehend aus Dokumentarfotografie, Social-Media-Filmmaterial und Text.

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Erfolg als Fotograf jetzt als E-Book

Cover E-Book

Würden Sie auch gerne Aufträge und neue Kunden fast wie auf Autopilot bekommen? Das ist gar nicht so schwierig, kostet nur etwas Überwindung. Sie sollten dazu nämlich einmal gründlich Ihre Business-Basics erarbeiten. Dabei unterstütze ich Sie seit 2002 in persönlichen Beratungsgesprächen und seit 2010 auch per Buch. So lange ist es her, dass die erste Ausgabe von „Erfolg als Fotograf – Wie man sein Können optimal präsentiert“ erschien. Seitdem hat es vielen Fotografierenden „die Augen geöffnet“, wie ich immer wieder bestätigt bekam. Und bestimmt auch zu weniger Sorgen und mehr Sicherheit bezüglich Selbstmarketing und Kundenkontakt verholfen. Weiterlesen

Hannes Wanderer druckt nicht mehr

Hanes Wanderer Peperoni

Ein großer Verlust für die Fotografie

Am 11. September 2018 konnte man auf Facebook erfahren, dass Hannes Wanderer gestorben ist. Er war Verleger ungewöhnlicher Fotobücher (Peperoni Books), Drucker aus Passion, Inhaber eines Fotobuchladens in der Brunnenstraße in Berlin mit Onlinepräsenz namens 25Books – und Gauloises-Raucher.

Etliche Fotografinnen und Fotografen haben Wanderer viel zu verdanken. Mehr als nur das Publizieren eines Buches war es seine Verleger- und Herstellerkompetenz, seine Energie und sein rühriges Treiben, das deren Karriere beförderte. Er sah in den publizierten Fotoarbeiten etwas, das ihn ungeheuer begeisterte, und das er mit großem Enthusiasmus vertrat. Und dann meisterhaft zu Papier zu bringen verstand. Über 100 Bücher hat er verlegt, den Druck vorbereitet und überwacht.

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Wolfgang Strassl: Oktoberfest

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Strassl, Oktoberfest

In seiner Jugend ging man, sagt der gebürtige Münchener Wolfgang Strassl, noch in Alltagskleidung aufs Oktoberfest. Lediglich einige Leute vom Land erschienen in Tracht. Heute kleiden sich viele eigens für den Besuch des Oktoberfestes mit Lederhosen und kariertem Hemd, die Frauen mit Dirndln ein. Letztere sind so populär, dass sie sogar als Discounterware hergestellt werden.

Strassls Bilder zeigen konsequent aus der Draufsicht das bayerisch Uniformierte und die drangvolle Enge. Sie geben Gelegenheit, in aller Ruhe – also auch ohne Blasmusik – die Menschen zu studieren. Die Buchform ist daher für diese Bildserie ideal. Angereichert wird das Bucherlebnis durch die Kombination der Fotografien mit Auszügen aus einem Text des amerikanischen Autors Thomas Wolfe über seinen Besuch auf dem Oktoberfest von 1928.

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Strassl-Oktoberfest-6Wolfgang Strassl hat seine Eindrücke und seine Motivation für dieses Fotoprojekt in seinem Vorwort formuliert.

Vorwort des Fotografen zum Bildband Oktoberfest

Ein Bierzelt auf dem Oktoberfest ist nicht nur ein Ort, an dem bayerisches Bier ausgeschenkt wird und eine bayerische Blaskapelle aufspielt. Das auch, doch vielmehr noch entsteht dort jedesmal, wenn es gegen Abend zu etwas voller wird, ein ganz außergewöhnlicher sozialer Raum, in dem Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenkommen und zueinander finden. Wie von einer unsichtbaren Hand geführt unterwerfen sie sich alle ganz natürlich den dort anscheinend herrschenden bayerischen Sitten und Gebräuchen. Schon vorher kostümieren sie sich ohne Not in einer ihnen oft völlig unbekannten, zumindest aber ungewohnten bayerischen Tracht, rücken dann freiwillig viel enger zusammen, als sie es sich sonst gefallen lassen würden, trinken mehr Bier als sie vertragen, was sonst auch nicht ihre Art ist, singen mit, auch wenn sie es nicht so recht können und verstehen, und prosten selbst wildfremden Tischnachbarn freundschaftlich zu. Es entsteht so aber jedesmal wie durch höhere Fügung eine ganz eigenartige, heiter gelöste bis ausgelassene Stimmung und eine friedvoll glückselige Atmosphäre der allseitigen Verbrüderung, in der sich jede Fremdheit und alle draußen bestehenden sozialen Unterschiede verflüchtigen. So stellt sich dann, zumindest für den Augenblick, dieses ebenfalls dem Bayerischen zugeschriebene Lebensgefühl ein, bei dem man mit sich und der Welt zufrieden ist.

In meinen Fotografien zeichne ich ein Bild dieser einzigartigen Menschenmenge und versuche etwas von der Atmosphäre und Stimmung einzufangen, die für mich in Worten nicht zu fassen ist. Der amerikanische Schriftsteller Thomas Wolfe, der das Oktoberfest im Herbst 1928 zum ersten Mal besuchte, hat seine Erlebnisse dagegen auf beeindruckende Weise in Worte gefasst. In seiner Erzählung aus dem gleichen Jahr zeichnet er ebenfalls ein Bild des für ihn so fremdartigen Treibens, von dem er angezogen und gleichzeitig abgestoßen war und dessen Faszination er auch selbst erlegen ist.

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Das 185. Oktoberfest in München geht vom 22. September bis 7. Oktober 2018.

Wolfgang Strassls drittes Buch mit 120 Seiten ist im Allitera Verlag zum Preis von 29,90€ erschienen.

Die Serie East Jerusalem Landscapes, die unter dem Titel „Homeland“ im Kerber Verlag erschien, ist hier vorgestellt. 

Spielerische Ausstellungen in Madrid

Carta Blanca für Cristina de Middel zur PHotoESPAÑA 2018

Fotografin und Kuratorin Cristina de Middel schlecht beleuchtet

Cristina de Middel in der Ausstellung „Gran final mundial“ im Centro Cultural de la Villa, Madrid, vor einem Motiv von Prue Stent & Honey Long aus Australien.

Vor zwei Jahren hatte sie eine eigene Ausstellung im Centro Cultural de la Villa, in diesem Jahr durfte die 1975 in Alicante geborene Fotografin fünf Ausstellungen kuratieren. Dafür kehrte sie aus Lateinamerika nach Spanien zurück. Überhaupt ist die in Brasilien und in Mexiko Lebende eine der Rührigsten in der internationalen Fotoszene der letzten Jahre. Cristina de Middel ist überall, oder wie sie sagt, immer nur zwölf Stunden Flug vom nächsten Job entfernt.

Martin Parr war es, der ihr Projekt „Afronauts“, und damit sie selbst, international bekannt machte. Auf seinen Einfluß hin ist sie nun Nominee der berühmten Fotografenagentur Magnum. Und er ist auch ihr Co-Kurator bei der Ausstellung im Telefonica-Gebäude mit dem Titel „Player. Magnum Photographers come out to play“. Damit habe sie nun eine komplette Ausstellung in ihrer Magnum-Bewerbungsmappe, wie Cristina augenzwinkernd erklärte.

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Haubitz + Zoche: Modernistische Kinos und Kirchen in Südindien

modernistisches Kino, Indien

New Theatres, Trivandrum (2014) © Stefanie Zoche / VG Bildkunst

„Postkoloniale Erleuchtung“ heißt die Ausstellung der Arbeiten von Sabine Haubitz und Stefanie Zoche in Mannheim. ZEPHYR Raum für Fotografie zeigt vom 27. Mai bis 26. August 2018 Kirchen und Kinos in Südindien, die zwischen 1950 und 1970 in einer Spielart der modernistischen Architektur erbaut wurden. Sie entstanden, nachdem der Architekt Le Corbusier vom ersten Ministerpräsidenten des unabhängigen Indiens, Jawaharlal Nehru, den Auftrag erhalten hatte, Chandigarh zu gestalten, die neue Hauptstadt des Punjab.

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DSGVO – Ist die wichtig?

Büroschränke mit Akten

Haben Sie eine eigene Website? Fotografieren Sie Personen und veröffentlichen Sie die Bilder? Tja, dann ist das wichtig. Aber kein Grund zur Panik.

Gestern kam eine Pressemitteilung zu einer Fotoausstellung (wird hier am 24.5.18 veröffentlicht). Die ausstellende Künstlerin hat eine Website. Jedoch eine ohne Impressum, wie es nach dem Telemediengesetz vorgeschrieben ist. Zudem wäre es ja auch klug, für Interessenten oder Auftraggeber anzugeben, wo in der Republik man zu erreichen ist. Wer nicht einmal auf dem aktuellen Stand ist, sollte nun aufwachen. Denn am 25. Mai 2018 gelten die verschärften Bedingungen der Datenschutzgrundverordnung für ganz Europa.

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