Schlagwort: Fotoausstellung

Street Food-Ausstellung Oliver Brachat

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Oliver Brachat vor seinen Motiven.

(Wetzlar, 18. April 2016) Im Café Leitz im Leitz-Park Wetzlar wurde am vergangenen Freitag die Fotoausstellung „Street Food“ von Oliver Brachat eröffnet. In den Bildern spiegeln sich die beiden großen Leidenschaften Brachats‘ wider: das Kochen und die Fotografie. Seine Bilder lassen den einmaligen Geschmack authentischen Essens aus den verschiedensten Ländern aufleben. „Street Food weckt Sehnsucht und Fernweh. Es erinnert an vergangene Reisen, an tolle Menschen und Begegnungen mit anderen Kulturen“, schwärmt Brachat. Zugleich untermalen die Bilder, dass nicht nur Geschmack, sondern auch das Arrangement und die Ästhetik einer Mahlzeit in der Gastronomie wie auch der Food-Fotografie entscheidend sind.

Der berufliche Werdegang von Oliver Brachat begann mit einer Ausbildung zum Koch. Es folgten einige Jahre in der deutschen Spitzengastronomie. Mitte der 90er-Jahre verschlug es ihn in die USA, wo er in verschiedenen Top-Restaurants arbeitete. Zurück in Deutschland bewarb er sich um eine Stelle im Fotostudio Christian Teubner. Hier konnte er seine Leidenschaften – das Kochen und die Fotografie – perfekt verbinden. Heute arbeitet er als selbstständiger Food-Stylist, ist für internationale Fotoagenturen, Verlage, Magazine und für die Werbung tätig und veröffentlicht Kochbücher mit eigenen Rezepten und Food-Aufnahmen. Von ihm fotografierte Kochbücher wurden bereits mehrfach ausgezeichnet.

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Das Trend-Thema Street Food appetitlich in Szene gesetzt.

Die Ausstellung „Street Food“ kann bis zum 15. Mai 2016 im Café Leitz montags von 10.00 bis 18.00 Uhr, dienstags bis freitags von 9.00 bis 18.00 Uhr und samstags von 10.00 bis 17.00 Uhr besichtigt werden. Alle Bilder können käuflich erworben werden.

Susan Meiselas: Carrying the Past, Forward

Verfolgung, Vertreibung, Flucht, Verlust von Heimat und Familie – die amerikanische Fotojournalistin Susan Meiselas (*1948) dokumentiert seit Jahrzehnten Themen, die derzeit die Schlagzeilen beherrschen. Mit ihren Arbeiten präsentiert das Fotografie Forum Frankfurt einen multimedialen Dialog über Orte und Menschen, die fortwährend von Zwangsmigration durch Krieg, Gewalt oder ökonomische Umstände betroffen sind. Susan
Meiselas ist bekannt für ihren besonderen dokumentarischen Stil und ihr visuelles Storytelling: Die Magnum-Fotografin ergänzt ihre Fotografien vielfach mit Interviews, handgemachten Erinnerungsbüchern, Filmen, Projektionen und Archivmaterialien. Collagenartig hält sie so historische Ereignisse fest – und zugleich die damit verbundenen Schicksale von Menschen.

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Secret Love in China – im Tropenmuseum in Amsterdam

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Blick vom Parterre zur Ausstellung „Secret Love“ im beeindruckenden Tropenmuseum in Amsterdam.

_1050717Nachdem mich zuletzt in Madrid eine Ausstellung über junge mexikanische Fotografie begeistert hat, sah ich nun gerade eine verstörende Ausstellung mit Beiträgen junger chinesischer Fotografen. Der dramatische Wandel der chinesischen Gesellschaft ist das Thema, vor allem hinsichtlich Identität und Sexualität. Erst 1997 wurde Homosexualität entkriminalisiert, seit 2001 gilt sie auch nicht mehr als Geisteskrankheit. Aber natürlich existieren weiterhin viele Tabus für Lesben, Homosexuelle und Transgender. Sie zu visualsieren ist sicher eine gute Möglichkeit, dagegen anzugehen. Die Bilder sind grell, bunt und lassen nichts aus. Sie fordern auf jeden Fall zur Auseinandersetzung heraus. Auf dem Foto stehe ich vor Bildern von Yang Guowei „Little Devil“ von 2005 und „Mickey Mouse“ von 2006. Weiterlesen

Conflict, Time, Photography-Ausstellung in Essen

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Eine Bildgeschichte des Krieges

„Conflict, Time, Photography“ (10. April – 5. Juli 2015) präsentiert die vielfältigen Formen der bildnerischen Auseinandersetzung mit kriegerischen Konflikten im Medium der Fotografie. Fotografen und Künstler wie Don McCullin, Pierre Antony-Thouret, Simon Norfolk, Stephen Shore, Michael Schmidt oder Taryn Simon zeigen Kriegshandlungen und deren Nachwirkungen: Fotografien, die im Moment des Geschehens sowie Tage, Monate, Jahre und Jahrzehnte nach dem jeweiligen Ereignis aufgenommen wurden. Die großangelegte Gruppenausstellung will keine Geschichte der Kriegsfotografie oder der Fotografie in Kriegszeiten sein; sie fragt vielmehr nach den Möglichkeiten und Strategien der fotografisch-künstlerischen Bewältigung von Krieg und Gewalt. Gezeigt werden in 13 Räumen rund 130 Werke, insgesamt aber mehr als 800 Exponate aus der Zeit zwischen 1855 bis 2013. Weiterlesen

Speed-Dating für Fotografen

am Samstag auf der Buchmesse

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Charakteristisch für die Buchmesse an den Publikumstagen ist nicht nur das unwürdige Gedränge in den Hallen, sondern vor allem die Anwesenheit zahlreicher Manga- und Anime-Helden beziehungsweise deren Fans in Verkleidung. Hier posiert „Trinity Blood“ und unten „Cain“ ganz nah, damit die farbigen Kontaktlinsen zur Geltung kommen.

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Ein ganz anderes, und erstmaliges Spektakel auf der Buchmesse war der Gourmet-Bereich in Halle 5. Fotografen, die im Food-Sektor arbeiten, fanden dort eine Übersicht über internationale Buchproduktionen. Interessant ist zum Beispiel die Molekularküche, die durchaus neue Herausforderungen an die  fotografische Umsetzung mit sich bringt.

molekularDoppelseite aus dem Bestseller „Molekularküche“ von Thomas Vilgis im Tre Torri Verlag, Wiesbaden.

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Wie man seine Defizite mit Selbstironie und TV-Unterstützung in Vorzüge verwandelt und zum Marketing-Musterbeispiel avanciert, führt Koch und Entertainer Horst Lichter vor. 30 Minuten vor Beginn war die Showküche in Halle 5 von Fans umlagert und alle Sitzplätze belegt.

Der große Buchmessen-Nachwuchsfotografen-Event fand statt, wo sich am Tag vorher noch die Bildagenturen präsentiert hatten, im neu geschaffenen „Zentrum Bild“ in Halle 4.1.

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Von Professoren und Ute Noll handverlesene Fotografen sollten geladenen Gästen ihre Arbeiten präsentieren. Das hat insofern nicht geklappt, als die Verlagsvertreter nicht, oder zumindest nicht in ausreichender Gesamtzahl erschienen. So durfte jeder mal blättern und sich ein Urteil bilden über die Qualifikation der Absolventen an deutschen Hochschulen. Da immer nur einer gucken konnte, und die Fotografen Ellenbogen an Ellenbogen aufgereiht saßen, konnte ich viele, aber nicht alle Arbeiten ansehen, sondern bin in einer Art Springprozession von einem freien zum nächsten freien Platz gehüpft. Weiterlesen

Bilder von der Buchmesse

Eben von einem Kurzbesuch der Buchmesse zurück, hier ein paar Fotos aus der Halle 4.1, in der die Kunst- und Fotobuchverlage zu finden sind. Interessant und in diesem Jahr neu ist das Zentrum Bild, in dem an den Fachbesuchertagen, also bis Freitag, den 16.10.2009, Mitarbeiter oder gar Inhaber verschiedener Bildagenturen an jeweils einer schmalen Theke stehen. Natürlich sind die auf der Messe, um ihre Kundenkontakte zu pflegen, aber wer als Profi-Fotograf an der Zusammenarbeit mit Bildagenturen interessiert ist, hat hier sicherlich die Chance, ein kurzes persönliches Gespräch zu führen.

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Nicht besonders einladend, aber mit Internetanschluss: Das Zentrum Bild in Halle 4.1. Weiterlesen

Taryn Simon talks

Ein wunderbares Fundstück: Taryn Simon spricht über ihre Fotoarbeiten. Sie ist aus meiner Sicht eine der wichtigsten und spannendsten Fotografen der Gegenwart. Und, wie man sieht, extrem professionell. Sicher hat Sie das Konzept Ihrer Arbeiten schon oft präsentiert, trotzdem ist ihre Souveränität doch bewunderns- und nachahmenswert.
Zum Hintergrund sollte man wissen, dass die 1975 geborene amerikanische Fotografin für Magazine fotografiert, aber nicht in der Magazin-, sondern in der Konzeptfotografie zu verorten ist. Die basiert auf der Konzeptkunst. Idee der Konzeptkunst ist ja, dass das Konzept an die Stelle der eigentlichen Kunstproduktion tritt. Fünfzig Jahre später und in der Fotografie ist es oft nur noch unverständliches verbales Geschwurbel zu öden Fotos. Es gibt aber auch positive Beispiele wie eben Taryn Simon, die schon im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt mit Ihrem Projekt „An American Index of the Hidden and Unfamiliar“ ausgestellt wurde.

Die Fotos treten als eher unpersönliche Sachaufnahmen auf, beklemmend wird das Ganze in der Gesamtschau und verständlich überhaupt nur durch die Texte, die geradezu lexikalisch das Bild erläutern. Ein wirklicher Schocker sind zudem die Fotos der zu Unrecht Verurteilten, die sehr viel über Wahrnehmung, das amerikanische Justizsystem, aber auch über das Engagement der Fotografin aussagen.

Wenn das Video nicht funktioniert, hier ein Link zur TED-Seite oder zu  YouTube.

Champions fotografiert von Bernhard Moosbauer

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Freitag, 18. September, 2009, 19-22 Uhr eröffnet im Raum für Fotografie, Bergstraße 19, in Berlin die Ausstellung „Champions“ des Fotografen Bernhard Moosbauer. Porträts einmal anders, nämlich von prämierten Pudeln, und schwarzweiß. Im Einleitungstext zur Ausstellung wird erklärt, warum Pudel eine so seltsam erscheinende Schur tragen: Weiterlesen

Software-Update für Fotografen

Fotografen haben vielfach vergessen, dass sie die Kreativen sind und von sich aus optische Angebote machen sollten, statt stets nur auf Aufträge zu reagieren. Deshalb geht es hier nicht um die Software im Rechner, sondern um die im Kopf. Auch seine Fähigkeit, kreativ zu denken, muss man trainieren und updaten, um sie nicht im alltäglichen Stress zu verlieren.

Kreativ zu sein, bedeutet jedoch, Muße zu haben. Es ist nicht leicht, sich diese Muße zu verschaffen. Der Familienurlaub ist dazu denkbar ungeeignet. Es wäre sinnvoll, Ruhemomente in den Alltag zu integrieren, indem man die Musik abstellt und sich zum Entspannen auf den Boden legt. Oder ums Haus joggt. Wichtig ist, dabei seinen Gedanken nachhängen zu können und sich nicht unentwegt abzulenken. Manchmal reicht es vielleicht auch, so wie jetzt, daran erinnert zu werden, dass man den Beruf gewählt hat, weil man Ideen umsetzen wollte und neugierig auf die Welt war. Ich kann nur jedem Fotografen raten, nicht „zu experimentieren“ (anderes Wort für: mit der Ausrüstung zu spielen), sondern sich in seine Hohlkehle mit dem Gesicht zur weißen Wand zu setzen und zu überlegen, was er fotografieren würde, wenn er freie Wahl hätte – und es dann auch zu tun.

Übungen zur Auffrischung des kreativen Potenzials

Alle Fotografen, die so einsichtig sind, zu wissen, dass ihnen kreativer Input nicht schaden könnte, nehmen sich für die kommenden drei Monate fest vor: Weiterlesen