Schlagwort: Fotokunst

Fotografie, die sich verkauft

Eindrücke von der Unseen Photo Fair 2016 in Amsterdam

Warum fahre ich zur Unseen nach Amsterdam, aber nicht im November zur Paris Photo? In Paris zeigen die Galerien Fotokunst auf Museumsebene. Mithin überwiegend Bilder aus der Vergangenheit der Fotografie, Bewundernswertes, Unbezahlbares. In Amsterdam wird ausgestellt, was gerade frisch produziert wurde. Hier kann man die Zukunft der Fotografie sehen; sich zumindest einen Überblick verschaffen, was im Trend liegt. Daher ist die Unseen für mich im Moment interessanter.

Fotokunst in der WEstergasfabriek in Amsterdam

In diesem Jahr hat sich der Eindruck, dass die traditionelle Fotografie auf dem Kunstmarkt nur noch wenig Chancen hat, weiter bestätigt. Käufer sind entweder private Sammler oder Institutionen, die wiederum durch KunsthistorikerInnen vertreten werden. Und der einen wie der anderen Käufergruppe ist die traditionelle Kunst eben näher als eine dokumentarisch schlichte Fotografie. Eine Säule der dokumentarischen Fotokunst, Simon Roberts, war bei einer italienischen Galerie mit collagierten Postkarten zu sehen. Ich hätte heulen können. Muss man das jetzt machen, um als Fotokünstler überleben zu können? Es sieht so aus.

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