Schlagwort: Internetauftritt

Ein Herz für Blogs

Stylespion Kai Müller sagt:

Am Freitag, den 16.10.09, veröffentlichen alle, die darauf Lust haben, einen Beitrag mit dem Titel “Ein ♥ für Blogs” in dem sie ihre lesenswerten deutschsprachigen Blogs vorstellen – das darf sollte dann auch mal über den eigenen Blogtellerrand hinausgehen.

Das ist DIE Gelegenheit, auf einige Seiten hinzuweisen, die ich zwar nicht täglich, aber doch hin und wieder frequentiere. Bildwerk3 von Marko Radloff ist unbedingt empfehlenswert, dito Kwerfeldein von Martin Gommel und, natürlich, Ulla Schmitz mit ihren Fotoinfo und diversen weiteren Webprojekten, die uns über alle nicht-technischen Aktivitäten der Fotofamilie auf dem Laufenden hält. Das Neueste aus der Fotoindustrie gucke ich bei Photoscala an. Ein Tipp für alle, die noch etwas lernen wollen, ist 5Lux, Blog der Fotoingenieurin Ulrike Häßler.

Jetzt jenseits des Tellerrandes! Über den neuesten Designkrams informiert mich Stilsucht. Aktuelles aus der Medienbranche lasse ich mir von Kress zuzwitschern. Eine meiner  Lieblingsseiten ist MyFonts, wann immer ich mich mit Typographie befasse. In die Typoecke gehört auch der twitternde GutenbergBlog, der sich als unabhängiger Weblog für die Druck- und Medienindustrie bezeichnet. Auch nett: Designer in Action. Soweit deutsche Blogs, die ich, eher mehr als minder, beruflich im Auge behalte. Blogs, die ich nutze, um mich selbst von der Arbeit abzuhalten, gibt es auch:

In der kulinarischen Ecke habe ich gerade erst Nachgesalzen entdeckt, da bloggen die Köche Vincent Klink, Karl-Josef Fuchs und Holger Stromberg unterm „Zeit“-Logo. Bei den deutschen Mode-Blogs erscheint LesMads auf meinem Twitter-Schirm, aber eigentlich nur, weil ich ich mich wundere, dass die von Burda finanziert werden. Ein Volontariatsplatz in einer Redaktion zum Schreiben lernen wäre doch sicher mal frei, oder? Apropos professionell schreiben: Wieso hat mir eigentlich niemand gezwitschert, dass Danijela Pilic wieder bloggt? Glam Slam wird ab jetzt mein Entspannungs-Blog Nr. 1. Das war:
ein-herz-fuer-blogs

Software-Update für Fotografen

Fotografen haben vielfach vergessen, dass sie die Kreativen sind und von sich aus optische Angebote machen sollten, statt stets nur auf Aufträge zu reagieren. Deshalb geht es hier nicht um die Software im Rechner, sondern um die im Kopf. Auch seine Fähigkeit, kreativ zu denken, muss man trainieren und updaten, um sie nicht im alltäglichen Stress zu verlieren.

Kreativ zu sein, bedeutet jedoch, Muße zu haben. Es ist nicht leicht, sich diese Muße zu verschaffen. Der Familienurlaub ist dazu denkbar ungeeignet. Es wäre sinnvoll, Ruhemomente in den Alltag zu integrieren, indem man die Musik abstellt und sich zum Entspannen auf den Boden legt. Oder ums Haus joggt. Wichtig ist, dabei seinen Gedanken nachhängen zu können und sich nicht unentwegt abzulenken. Manchmal reicht es vielleicht auch, so wie jetzt, daran erinnert zu werden, dass man den Beruf gewählt hat, weil man Ideen umsetzen wollte und neugierig auf die Welt war. Ich kann nur jedem Fotografen raten, nicht „zu experimentieren“ (anderes Wort für: mit der Ausrüstung zu spielen), sondern sich in seine Hohlkehle mit dem Gesicht zur weißen Wand zu setzen und zu überlegen, was er fotografieren würde, wenn er freie Wahl hätte – und es dann auch zu tun.

Übungen zur Auffrischung des kreativen Potenzials

Alle Fotografen, die so einsichtig sind, zu wissen, dass ihnen kreativer Input nicht schaden könnte, nehmen sich für die kommenden drei Monate fest vor: Weiterlesen

Top 5: Webseiten No-nos.

Das sollten Fotografen bei ihrer Webseite vermeiden, wenn sie ernst genommen werden wollen:

1. Die Verwendung von unsinnigen Tarnnamen wie „Photo-Impressionist“, „Bildwerker“, „Photozeichner“

2. Eine Begrüßungsfloskel

3. Die Auflistung des Fotoequipments

4. Dass die Site nur auf dem eigenen Bildschirm mit dem Lieblingsbrowser vollständig zu sehen ist

5. Alles hochzuladen, was irgendwie nach Foto aussieht, statt eine strenge Auswahl zu treffen

Ad 1: Hier sind durchaus alle Fotografen angesprochen. Das klingt zwar nach Amateur, kommt aber auch bei professionellen Fotografen vor.

Ad 2: „Herzlich willkommen …“ „und viel Spaß beim …“ geht nun gar nicht. Aber auch Flash-Intros, die man skippen muss, nerven bloß. Das ist schön für arbeitslose Grafiker, aber nicht für Leute, die sich schnell einen Überblick über die Fotos von jemandem verschaffen wollen.

Ad 3: „Guck mal, was ich Tolles habe! Ich bin schon ganz professionell!“ Auch ein No-no. Zudem zeugt es nicht von Umsicht, es potenziellen Dieben so einfach zu machen.

Ad 4: Wer mit seinen Fotos Öffentlichkeit sucht und eventuell sogar damit Geld verdienen möchte, benötigt eine professionelle Site. Schlicht, schön, schnell, wäre die Devise.

Ad 5: Die eigene Website ist nicht das Archiv! Hier gehören nur die wesentlichen Arbeiten hin, die noch dazu im kleinen Format gut aussehen und somit den Fotografen oder die Fotografin gut aussehen lassen.

Ist das alles? Leider nein! Fortsetzung folgt.