Schlagwort: Karriereplanung

Mehr Aufträge ohne fiese Akquise

Wie man sich mit seinem Bildmaterial erfolgreich präsentiert

Werden Sie von Ihren Lieblingskunden gebucht? Ist Ihr Umsatz so hoch wie Sie geplant haben? Falls nicht und Sie auf fiese Kalt-Akquise keine Lust haben, sollten Sie dieses Tagesseminar besuchen.
Wussten Sie schon, dass Ihre Website von Google auf Mobilgeräten seit Neuestem eventuell gar nicht mehr angezeigt wird? Nutzen Sie Social Media zur Kundenbindung und -Findung? Spricht Ihre Website die Kunden an, die Sie erreichen möchten?
Wie Sie Ihre individuellen Möglichkeiten optimieren und welchen verbreiteten Irrtümern Sie nicht erliegen sollten, erläutert Photoconsultant Dr. Martina Mettner.
3 Termine stehen zur Wahl: 14. Juli, 6. August und 9. September 2015 jeweils von 10 bis 17 Uhr mit anschließendem Networking bis 18 Uhr im Haus der Referentin im Taunus. Mindestteilnehmerzahl 6, höchstens 8. Gebühr: 250 Euro (zzgl. 47,50 Euro USt.) Getränke und Verpflegung inklusive. Gruppentermine bitte anfragen.

Ihr Update 2015 – für mehr Aufträge ab Herbst

In einem Impulsvortrag wird unter anderem angesprochen
• wie sich die Beurteilung von Fotografie verändert hat
• welche Konsequenzen sich daraus für den einzelnen Fotografen ergeben
• warum ein individuelles Profil dringend notwendig ist

Wie werden Sie wahrgenommen? Jeder Teilnehmer erhält ein Feedback zu seiner Website und Tipps zur Optimierung. Berücksichtigt wird dabei unter anderem, ob das Business eher lokal oder international ist, ob gewerblich, journalistisch oder eher künstlerisch. Die wichtigsten Aspekte zeitgemäßen Selbstmarketings werden anhand dieser Praxisbeispiele aus dem Teilnehmerkreis erläutert.
• Wozu die Website wirklich da ist
• Wie Sie potenzielle Kunden interessieren und binden
• Wie Sie in Kontakt bleiben
Das Seminar ist der ideale Einstieg, um im Sommer, wenn die Auftraggeber ohnehin in Urlaub sind, am eigenen Profil zu arbeiten: Für mehr Aufträge ab Herbst 2015.

fotofeinkost-seminar

Die Seminarräume, in denen es neben Foto auch Feinkost gibt: Fotofeinkost Dr. Martina Mettner.

Die Veranstaltung richtet sich an kreative Selbstständige, an Fotografinnen und Fotografen, Illustratoren, Designer, und ist eine sinnvolle Vorbereitung zur Aktualisierung des Internetauftritts. Dabei ist die wichtigste Frage nämlich nicht: Welche Bilder zeige ich?, sondern: Wen möchte ich als Kunden gewinnen?

Die Pluspunkte des Seminars:
• Der individuelle Rat, den Sie bekommen.
• Sie können fragen, was Sie immer schon wissen wollten. Im Seminar wird kein Programm abgespult, sondern flexibel besprochen, was für Sie wichtig ist.
• Sie sparen Kosten für Portfolios und Webseiten, die schön aussehen, aber nicht für Sie arbeiten, und investieren Ihre Zeit zielgerichtet in Ihren Erfolg.
Das ist zu bedenken: Um optimal zu profitieren, sollten Sie das Besprochene möglichst bis zum Beginn der Businesssaison umsetzen.

3 Termine zur Wahl:
Dienstag, 14. Juli 2015, 10 Uhr bis 17 Uhr. Bis 18.00 zusätzlich Zeit für Fragen und Networking.
Donnerstag, 6. August 2015, 10 Uhr bis 17 Uhr. Offene Runde bis 18 Uhr.
Mittwoch, 9. September 2015, 10 bis 17 Uhr. Weitere Fragen und Gespräche bis 18 Uhr.

Kosten: 297,50 Euro inkl. USt., inklusive Verpflegung während der Veranstaltung.

Anreise zum Veranstaltungsort in Aarbergen (Taunus) möglichst mit dem PKW. Parkplätze ausreichend vorhanden. (Busverbindung nur ab Wiesbaden.)

5 Mythen, die Sie als Fotograf/in durchschauen sollten

In den Beratungsgesprächen, die ich mit Fotografinnen und Fotografen führe, begegnen mir immer wieder die gleichen Vorstellungen als schwer erschütterliche Gewissheiten. Fünf habe ich nachfolgend aufgeführt.

1. Ein eigenes Fotostudio zu haben wirkt seriös.

Speziell Berufswechsler unterliegen dem Glauben, das Einrichten eines Studios mache aus ihnen einen „richtigen“ Fotografen. Lust auf ein Studio zu haben, ist nur zu verständlich. Leider stehen die Kosten in keiner vernünftigen Relation zum Nutzen. Tipp: Wenn Sie einen Arbeitsraum benötigen, mieten Sie sich einen Büroraum an, eventuell in einer Bürogemeinschaft. Der ist günstiger und setzt Sie nicht so unter Druck, im Studio zu fotografieren. (Was eigentlich?)

2. Die digitale Mittelformatkamera muss sein.

Noch so eine Methode, sich zu verschulden. Es mag das Selbstbewusstsein stärken, eine Hasselblad zu besitzen. Aber die Kamera ist schwer, langsam und teuer. Für was genau brauchen Sie die wirklich? Tipp: Wenn Sie denken, die Kunden nehmen Sie nur mit Hasselblad ernst, dann posen Sie mit einer aus dem Rent für das Profilfoto auf Ihrer Website. Das erfüllt den gleichen Zweck und Sie können nachts ruhig schlafen.

3. Man fängt am besten mit Hochzeiten an, und arbeitet sich dann zur Businessfotografie hoch.

Privatkunden und Businesskunden sind zwei Welten mit eigenen Regeln und Erfahrungen, die man jeweils machen muss. Hochzeiten können als Einkommensquelle funktionieren, wenn man gut ist und sich wirklich engagiert. Vom Privatkundengeschäft rate ich ansonsten ab. Tipp: Überlegen Sie, wie viele private Porträtkunden im Monat kommen müssten, um einen Umsatz von mindestens 3.000 Euro zu erzielen (bei 150 Euro pro Auftrag sind das 20 Kunden!) und ob das realistisch ist.

4. Man braucht ein vielseitiges Portfolio, um sich als Fotograf/in vorzustellen.

Fotografen meinen zeigen zu müssen, dass sie alles können, was ein Kunde potenziell verlangen könnte – und packen das, was alle anderen auch so ähnlich zeigen, in eine feine Ledermappe. Besser wäre es, an einer Serie zu arbeiten, die wirklich außergewöhnlich ist und die bei den Betrachtern in Erinnerung bleibt. Der fotografierende Universalist ist out, der kreative Experte gefragt.

5. Man lernt Models kennen und verdient viel Geld mit wenig Arbeit.

In dieser Legende steckt ein Körnchen (historische!) Wahrheit. Es gibt auch Leute, die den Lotto-Jackpot gewinnen. Die Chance steht bei 1 zu 140 Millionen. Der Beruf des Fotografen ist schön, aber das Einkommen unsicher und ohne extrem viel Arbeit geht als Selbstständiger ohnehin gar nichts. Tipp: Wer in oder nach einer Anstellung darüber nachdenkt, in die Fotografie zu wechseln, sollte sich diese vorzugsweise als Hobby bewahren und zur Sicherung des Lebensstandards nach einer festen Tätigkeit Ausschau halten.

Ihre Begeisterung für die Fotografie möchte ich damit nicht schmälern, aber Sie wissen ja: Illusionen zahlen Ihnen auch 2015 nicht die Miete. Erfolgreich sind Sie als Person und durch das, was Sie zu sagen oder zu zeigen haben. Folgen Sie also nicht vermeintlich bewährten Berufsregeln; seien Sie individuell und bieten Sie kreative Lösungen an. 

Dieser Beitrag wurde zuerst als Newsletter für die Leser des Buches „Erfolg als Fotograf“ versandt. Wenn auch Sie regelmäßig etwa zehn Mal pro Jahr informiert werden möchten, tragen Sie sich einfach in das Newsletter-Formular im Seitenfeld ein.

„Fotopraxis mit Perspektive“ ist erschienen!

Nun ist es fertig und portofrei über den Shop im Fotofeinkost Verlag ab sofort zu beziehen: „Fotopraxis mit Perspektive – 16 erfolgreiche Projekte und ihre Macher“.

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In einem 35seitigen Essay gehe ich der Frage nach, wie sich Fotografen am besten für die Zukunft rüsten – ganz praktisch gedacht, um weiterhin Geld zu verdienen.

Die Idee hinter dem Buch ist, genau zu gucken, wohin sich das fotografische Metier entwickelt und was jeder Einzelne den negativen Effekten der heutigen Bilderflut entgegensetzen kann, um auch weiterhin sein Glück mit und in der Fotografie zu finden.
Ein intensiveres Erleben und mehr Aufmerksamkeit für die Ergebnisse sind nur zwei der positiven Effekte von Fotoprojekten. Der Königsweg in der Fotografie im 21. Jahrhundert ist aus meiner Sicht die thematische Serie oder allgemeiner ausgedrückt: ein inhaltlich durchdachtes Fotoprojekt im Unterschied zum fototechnisch bestimmten Einzelfoto. Weiterlesen

Maziar Moradi: Ich werde deutsch

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o.T., 2009, C-Print 60 x 75 cm

Maziar Moradi ist jetzt Mitte dreißig, spätestens im Alter von fünfzig Jahren  wird er einer der wenigen international bekannten Fotografen sein. Einer der besten ist er schon jetzt. Und zugleich der Beweis, dass die Legende vom unerkannten Künstler eben eines ist: eine Legende, die so viele als Rechtfertigung benutzen, sich nicht anzustrengen. Moradi hingegen arbeitet an großen und spannenden Projekten und zugleich an seiner Karriere. Das findet entsprechende Anerkennung: 2007 erhielt er den Otto-Steinert-Preis, im Jahr 2009 den Preis für Dokumentarfotografie der Wüstenrot Stiftung und die Stiftung Kunstfonds fördert sein Buch „1979“, das 2010 im Kehrer Verlag erscheinen wird, dazwischen ein Stipendium für die Serie „Ich werde deutsch“. Hinzu kommen Ausstellungen, Teilnahme an Festivals und natürlich, die Arbeit an den Fotoprojekten. Moradi studierte Kommunikationsdesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und machte sein Diplom vor zwei Jahren im Schwerpunkt Fotografie bei Vincent Kohlbecher.

Als das Schah-Regime stürzte, war Maziar Moradi erst vier Jahre alt, trotzdem hinterließ dies einen tiefen Einschnitt in seinem Leben. Seine erste große Serie heißt deshalb schlicht „1979“. Weiterlesen

Portfolio-Präsentation in Bildredaktionen

5 Fragen an Arne Mayntz, Fotograf des Monats im November 2008, zum Thema Auftragsakquise in Magazin-Redaktionen.

Was bereitest du vor?

Pro Monat versuche ich maximal einen Termin zu planen und nehme mir viel Zeit, um meine Mappe für den potenziellen Kunden anzupassen. Nicht erst am Tag vor dem Gespräch, sondern über mehrere Tage verteilt. Schließlich gibt es nur einen ersten Eindruck.

Wie bekommst du den Termin?

Ich rufe so lange in der Bildredaktion an, bis ich die zuständige Person sprechen kann. Dann sendet man üblicherweise eine Email mit einem Link zu seiner Homepage. Wenn man nichts mehr hört, hat es ihnen wohl nicht gefallen oder es kam nicht mehr dazu, überhaupt danach zu schauen. Oder man bekommt eine Mail oder einen Anruf und verabredet sich.
Man darf nicht vergessen, dass die meisten Redaktionen im ständigen Stress arbeiten und man als Fotograf oftmals nach Zeit fragt, die einfach kaum vorhanden ist.

Wie läuft der Termin ab?

Man setzt sich hin, muss gegebenenfalls noch warten und schaut dann gemeinsam mit dem Gesprächspartner(in) durch die Mappe. Weiterlesen

Software-Update für Fotografen

Fotografen haben vielfach vergessen, dass sie die Kreativen sind und von sich aus optische Angebote machen sollten, statt stets nur auf Aufträge zu reagieren. Deshalb geht es hier nicht um die Software im Rechner, sondern um die im Kopf. Auch seine Fähigkeit, kreativ zu denken, muss man trainieren und updaten, um sie nicht im alltäglichen Stress zu verlieren.

Kreativ zu sein, bedeutet jedoch, Muße zu haben. Es ist nicht leicht, sich diese Muße zu verschaffen. Der Familienurlaub ist dazu denkbar ungeeignet. Es wäre sinnvoll, Ruhemomente in den Alltag zu integrieren, indem man die Musik abstellt und sich zum Entspannen auf den Boden legt. Oder ums Haus joggt. Wichtig ist, dabei seinen Gedanken nachhängen zu können und sich nicht unentwegt abzulenken. Manchmal reicht es vielleicht auch, so wie jetzt, daran erinnert zu werden, dass man den Beruf gewählt hat, weil man Ideen umsetzen wollte und neugierig auf die Welt war. Ich kann nur jedem Fotografen raten, nicht „zu experimentieren“ (anderes Wort für: mit der Ausrüstung zu spielen), sondern sich in seine Hohlkehle mit dem Gesicht zur weißen Wand zu setzen und zu überlegen, was er fotografieren würde, wenn er freie Wahl hätte – und es dann auch zu tun.

Übungen zur Auffrischung des kreativen Potenzials

Alle Fotografen, die so einsichtig sind, zu wissen, dass ihnen kreativer Input nicht schaden könnte, nehmen sich für die kommenden drei Monate fest vor: Weiterlesen

Annie Leibovitz – Der Film

Die große Annie Leibovitz-Ausstellung „A Photographers Life“ wird am 20.2.2009 eröffnet und ist bis 24. Mai im Alten Postfuhramt bei C/O Berlin zu sehen. Die Lecture, die Annie Leibovitz am 21.2.09 in Berlin halten wird, ist seit langem ausverkauft. Da mag man sich dann mit einer DVD trösten, die ziemlich viele Motive der Ausstellung und ziemlich viel von Annie zeigt. „Annie Leibovitz – Life Through a Lens ist 79 Minuten lang und auf Englisch mit deutschen Untertiteln bei Arthaus (Trailer) erschienen. Die Dokumentation verfolgt Annie Leibovitz Karriere vom Rolling Stone Magazine zu Vanity Fair und Vogue, und lässt die Werbefotografie weitestgehend außen vor. Barbara Leibovitz, die jüngere Schwester der Fotografin, hat den Film gedreht.

Life Through a Lens

Der Film ist sehr amerikanisch. Man kann den Tenor der Heldenverehrung etwas penetrant finden, man kann aber auch verstehen, dass Amerika seine Idole feiert, und dass Annie über ihren Umgang mit den Helden selbst zu einem Star wurde. Schon andere Fotografen sind darüber berühmt geworden, dass sie berühmte Personen abgelichtet haben. Das ist ein bewährtes Karriere-Muster – das aber leider hierzulande (liebe Berliner Fotografen!) so gar nicht funktioniert. Mit Fotos von sagen wir Veronika Ferres oder Florian Silbereisen wird man nicht zum Fotostar. Da kann man noch so mühsam ackern. In Angelas Country wird es nie den Hype geben, wie er in den USA jetzt gerade einem neuen Präsidenten zuteil wird. Und eben auch einer Fotografin, die nicht einfach eine berühmte Porträtfotografin ist, sondern alle Superlative auf sich vereint, wie  „einflussreichste“, „weltbeste“ und „höchstbezahlte“.
Natürlich hat sie auch Glück gehabt, oder besser gesagt: Sie war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, nämlich Anfang der Siebziger in San Francisco, Weiterlesen

Wie finde ich einen Repräsentanten?

Diese Frage wird mir recht häufig von Fotografen gestellt. Unverkennbar sind das meist solche, die glauben, man brauche eine Agentin, um endlich mehr Aufträge zu bekommen. Warum das so nicht (oder zumindest heutzutage nicht mehr) funktioniert, sei hier in der von mir bekannten Schonungslosigkeit erläutert:

1. Repräsentant ist kein sozialer Beruf, sondern eine kommerziell orientierte Tätigkeit. Deshalb sind Repräsentanten nicht dazu da, unbekannten Fotografen zu Aufträgen zu verhelfen. Repräsentanten sind sinnvoll für sehr erfolgreiche kommerzielle Fotografen, die so hohe Tagessätze haben, dass sich die Prozente für die Agenten nicht ganz so fatal bemerkbar machen wie bei normalen Fotografen. Eine Repräsentanz ist erforderlich, wenn wichtige Kunden weit entfernt und fremdsprachig sind. Zum Beispiel kann es für einen deutschen Modefotografen sehr sinnvoll sein, eine Repräsentantin in Paris und eine in New York oder in Mailand zu haben.

Es ist eine ganze einfache Sache: Wenn Sie mit Ihrer Mappe oder Internetpräsenz keine Aufträge bekommen, dann sind Sie einfach (noch) nicht gut genug. Eine Agentur interessiert sich für individuelle Sichtweisen. Wenn Sie die nicht haben, sondern Mainstream, können Sie nur über den Preis konkurrieren. Und jeder kann sich im Zeitalter von Billig- und Umsonstbildagenturen ausmalen, was das für Zukunftsaussichten sind!

2. Illusionen zahlen nicht die Miete. Die Idee, man müsse nur einen Agenten haben, von einer Galerie ausgestellt werden, bei Lumas angenommen werden, oder was auch immer, und dann würde man berühmt, reich und sexy, ist reiner Selbstschutz. Dann sind immer die anderen schuld, und nie die nur durchschnittlichen Fotos, die man macht, sowie das häufig parallel anzutreffende Chaos im eigenen Kopf und auf der Webseite. Weiterlesen