Schlagwort: Vann Molyvann

Die Vibes von Sihanoukville, Kambodscha

Um es gleich zu sagen: Sihanoukville ist keine Reise wert, allenfalls für Partypeople am Strand oder Wohlhabende in einer Luxusenklave wie dem Independent Hotel, in dem schon Jackie Kennedy logierte. Luxuriös mit gläsernem Aufzug runter zum Beach mit Blick auf die vorgelagerten Inseln. Optisch irritierend ist, wenn in der Lobby ein Mann mit Wampe und offenem Hemd herumläuft, wie die Parodie auf den typischen Touri. Von unseren finnisch-österreichischen Begleitern sachkundig gleich als Finne verdächtigt, von denen sich neben Russen viele im Hotel aufhalten. Auf dem alten, wunderbar geschwungenen Pool des Hotels, der auch zur goldenen Zeit in den Sechzigern gebaut wurde, teilen sich vier Gänse zwei Junge. Es gab Zeiten, da diente der Pool, oben mit Bambusstangen gesichert, als Gefängnis.

Der alte Pool des Idependent Hotel in Sihanoukville

Der alte Pool des Idependent Hotel in Sihanoukville.

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In Phnom Penh

Reiseblog, 30. Dezember 2014: Ankunft in Kambodscha

Kaum ist man auf Reisen, verliert man das Gefühl für Ort und Zeit. Dies trifft umso mehr zu, wenn man aus dem verschneiten Taunus nach Indochina fliegt – was exotisch und ein wenig nach „Tim und Struppi“-Abenteuer klingt. Diese Zeit- und Ortlosigkeit brachte die Aufschrift auf der Glasfassade des Hotels in Phnom Penh schön auf den Punkt: „We are expecting a White Christmas“. Drinnen Christbaumdeko und draußen etwa 35 Grad. Mit Blick auf einen Markt, auf dem ganz frische halbtote Tiere verkauft werden. Gleich am ersten Tag, nach einer fehlenden Nacht, ging es ins Nationalmuseum. Ein durchwehter Ort mit Khmer-Skulpturen, vielen Schulklassen und ältlichen Vitrinen.

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Das luftige Nationalmuseum in Phnom Penh, in dem einige der Skulpturen stehen, die in Angkor fehlen. (Die anderen sind im Musée Guimet in Paris!)

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Im Hintergrund: Schulklasse zwischen Vitrinen.

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